Konflikt mit Nordkorea USA verabreden Geheimdienstkooperation mit Japan und Südkorea

Nordkoreas Raketentests beunruhigen nicht nur die Nachbarländer. Südkorea und Japan wollen gemeinsam mit den USA ein Abkommen zum Austausch von Geheimdienstinformationen schließen.

Raketenstarts in Nordkorea (Archiv ): Nachbarländer wollen mit USA Informationen tauschen
dpa

Raketenstarts in Nordkorea (Archiv ): Nachbarländer wollen mit USA Informationen tauschen


Seoul - Die USA wollen mit Südkorea und Japan den Austausch von Geheimdienstinformationen über das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm verbessern.

Am Montag werde dazu eine trilaterale Vereinbarung unterzeichnet, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Freitag mit. Vom nordkoreanische Atomprogramm geht aus Sicht der drei Länder eine zunehmende Bedrohung für die Region und darüber hinaus aus.

In den vergangenen Monaten hatte das atomar bewaffnete Nordkorea verstärkt Raketen getestet und damit neue Spannungen geschürt. Südkorea und Nordkorea befinden sich formal noch immer im Kriegszustand, nach dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 wurde kein Friedensvertrag geschlossen.

Das tief sitzende Misstrauen zwischen Seoul und Tokio ist mit der Vereinbarung jedoch nicht überwunden: Südkorea werde keine Daten direkt an Japan liefern, sondern nur über die USA, hieß es. Vor zwei Jahren hatten die beiden Länder die Unterzeichnung eines ähnlichen Abkommens verschoben - wegen Bedenken in Seoul gegen einen solchen Militärpakt mit der früheren Kolonialmacht.

Die USA dringen auf eine stärkere Zusammenarbeit beider Länder. Washington hat bereits bilaterale Militärabkommen über den Informationsaustausch mit Südkorea und Japan, wo jeweils Zehntausende amerikanischer Soldaten stationiert sind.

abl/AFP/dpa

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