Nordkoreanische Militärparade: Kim Jong Il zeigt sich seinem Volk

Seltene Einblicke in eine bizarre Welt: Die nordkoreanische Führung hat mit einer großen Militärparade den 63. Jahrestag der Staatsgründung gefeiert. Der Aufmarsch wurde von Machthaber Kim Jong Il abgenommen - mit dabei sein Sohn Kim Jong Un, der als Thronfolger gilt.

Nordkorea: Parade für Kim Fotos
REUTERS/ KRT

Seoul/Pjöngjang - Es war eine der höchst seltenen Auftritte von Kim Jong Il. Zum 63. Jahrestag der Gründung Nordkoreas hat der Machthaber auf einer Ehrentribüne in Pjöngjang eine Militärparade abgenommen. An seiner Seite war sein jüngster Sohn Kim Jong Un.

Das nordkoreanische Fernsehen zeigte Bilder, wie Vater und Sohn beim Vorbeifahren des schweren Geräts applaudierten. Zur Schau gestellt wurden unter anderem Raketenwerfer, Haubitzen und Abwehrkanonen.

Zuvor hatten die beiden den Kumsusan-Palast besucht, wo der einbalsamierte Leichnam von Kim Il Sung, dem Staatsgründer und Vater des derzeitigen Machthabers, in einem gläsernen Sarg ausgestellt ist. Nach dessen Tod im Jahr 1994 hatte Kim Jong Il die Macht in dem verarmten, stalinistisch regierten Land übernommen. Inzwischen gilt der 69-Jährige selbst als gesundheitlich angeschlagen. Offenbar baut er seinen etwa 27-jährigen Sohn Kim Jong Un zu seinem Nachfolger auf.

heb/AFP/AP

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1. Bekannte Bilder ... aus der DDR und der UDSSR
Stefan Neudorfer 09.09.2011
Etwas ähnliches sah man auch früher in der DDR. Wir haben ja Glück das dort das Regim gestürzt wurde, leider sind wir mit der Aufarbeitung der DDR-Zeit bislang noch nicht besonders weit. Bis Heute zum Beispiel hat die ehemals staatstragend und -beherschende SED eine wichtige politische Bedeutung, als LINKE sitz in in mehreren Parlamenten und regiert auch mit. Wie wenig sich die LINKE von der SED unterscheidet merkt man an der Art und Weise wie über die DDR geurteilt wird. Hier gibt es für die BRD noch einen weiten Weg der Aufarbeitung zu gehen, ich hoffe wir fangen irgendwann einmal damit an. Ps.: Ja, ich vergleiche die DDR mit Nord-Korea und halte beide Regime für ähnliche Unrechtsregime. Den DDRlern wäre es ähnlich schlecht gegangen wie es Heute den Nord-Koreanern geht, wenn es nicht so viel direkte oder undirekte Hilfe aus dem Westen gegeben hätte.
2. ja
grmlfimmel 09.09.2011
Zitat von Stefan NeudorferEtwas ähnliches sah man auch früher in der DDR. Wir haben ja Glück das dort das Regim gestürzt wurde, leider sind wir mit der Aufarbeitung der DDR-Zeit bislang noch nicht besonders weit. Bis Heute zum Beispiel hat die ehemals staatstragend und -beherschende SED eine wichtige politische Bedeutung, als LINKE sitz in in mehreren Parlamenten und regiert auch mit. Wie wenig sich die LINKE von der SED unterscheidet merkt man an der Art und Weise wie über die DDR geurteilt wird. Hier gibt es für die BRD noch einen weiten Weg der Aufarbeitung zu gehen, ich hoffe wir fangen irgendwann einmal damit an. Ps.: Ja, ich vergleiche die DDR mit Nord-Korea und halte beide Regime für ähnliche Unrechtsregime. Den DDRlern wäre es ähnlich schlecht gegangen wie es Heute den Nord-Koreanern geht, wenn es nicht so viel direkte oder undirekte Hilfe aus dem Westen gegeben hätte.
Vorallem, was wäre, wenn die Mauer nicht gefallen wäre? Den neuen Bundesländern geht es immernoch schlecht obwohl wir immer weiter kontinuierlich Milliarden reinstecken. Jeder der DDR für gut heisst, sollte persönlich rüberfahren und die Schäden des Kommunismus mit beseitigen. Ganz zu schweigen davon, dass Menschen an der Mauer gestorben sind. Wenn dann Linke sagen, dass die Mauer notwendig war, kommt mir die Galle hoch.
3. ...
JensDD 09.09.2011
Zitat von grmlfimmelVorallem, was wäre, wenn die Mauer nicht gefallen wäre? Den neuen Bundesländern geht es immernoch schlecht obwohl wir immer weiter kontinuierlich Milliarden reinstecken. Jeder der DDR für gut heisst, sollte persönlich rüberfahren und die Schäden des Kommunismus mit beseitigen. Ganz zu schweigen davon, dass Menschen an der Mauer gestorben sind. Wenn dann Linke sagen, dass die Mauer notwendig war, kommt mir die Galle hoch.
und was hat das jetzt mit Nordkorea zu tun?
4. ...
lkj987 09.09.2011
Zitat von sysopSeltene Einblicke in eine bizarre Welt: Die nordkoreanische Führung hat mit einer großen Militärparade den 63. Jahrestag der Staatsgründung gefeiert. Der Aufmarsch wurde von Machthaber Kim Jong Il abgenommen - mit dabei sein Sohn Kim Jong Un, der als Thronfolger gilt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,785264,00.html
Es liegt alles im (westlichen) Plan: Es gibt in Nordkorea kaum Rohstoffe zu holen, also wird nicht eingegriffen. Sollte Nordkorea irgendwann tatsächlich funktionsfähige Atomwaffen produzieren (Gott bewahre), so wird das Land in null,nix per atomarem Erstschlag beseitigt("sorry, musste sein"). Vergleich Irak/Libyen/Syrien/Nordkorea: Irak: Noch etwas unfeine Technik(weil selbst unter Verlusten einmarschiert), aber grundsätzlich siehe Libyen. Libyen: "Unterstützung" der "Aufständischen" zum "indirekten Einmarsch", so dass später Rohstoffe "abgeholt" werden können. Syrien: Tja Leute, mit Assad müsst ihr (mangels Öl) schon selber fertig werden... Nordkorea: Tja Leute, wir sehen zwar die Gulags auf den Satellitenphotos, aber das ist (mangels Rohstoffen) euer Problem. Und selbst das ewige "China-unterstützt-NK-wesshalb-wir-leider-nix-machen-können" Argument zieht m.E. nicht: China hätte Südkorea als Nachbar sicher lieber, als "King" Kim Jong Il oder seinen Sohn, selbst wenn dadurch die Ammis vor der Haustüre stehen. Die USA können den Chinesen nämlich gaanix, weil die Chinesen die USA über Nacht in die Pleite stürzen können...
5. Und warum...
Centurio X 09.09.2011
Zitat von lkj987Es liegt alles im (westlichen) Plan: Es gibt in Nordkorea kaum Rohstoffe zu holen, also wird nicht eingegriffen. Sollte Nordkorea irgendwann tatsächlich funktionsfähige Atomwaffen produzieren (Gott bewahre), so wird das Land in null,nix per atomarem Erstschlag beseitigt("sorry, musste sein"). Vergleich Irak/Libyen/Syrien/Nordkorea: Irak: Noch etwas unfeine Technik(weil selbst unter Verlusten einmarschiert), aber grundsätzlich siehe Libyen. Libyen: "Unterstützung" der "Aufständischen" zum "indirekten Einmarsch", so dass später Rohstoffe "abgeholt" werden können. Syrien: Tja Leute, mit Assad müsst ihr (mangels Öl) schon selber fertig werden... Nordkorea: Tja Leute, wir sehen zwar die Gulags auf den Satellitenphotos, aber das ist (mangels Rohstoffen) euer Problem. Und selbst das ewige "China-unterstützt-NK-wesshalb-wir-leider-nix-machen-können" Argument zieht m.E. nicht: China hätte Südkorea als Nachbar sicher lieber, als "King" Kim Jong Il oder seinen Sohn, selbst wenn dadurch die Ammis vor der Haustüre stehen. Die USA können den Chinesen nämlich gaanix, weil die Chinesen die USA über Nacht in die Pleite stürzen können...
...unterstützt China dann massiv die gegenwärtig für ihre Bewohner schlimmste Diktatur der Welt, wenn es lieber eine Staatsform wie Südkorea als Nachbar hätte? Fakt ist, daß ohne die permanente Chinesische Hilfe es diese Militärparade mit dem todkranken Kim Il Jong und seinem wohlgenährten Sohn auf der Tribüne nicht mehr geben würde!
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Fläche: 122.762 km²

Bevölkerung: 24,346 Mio.

Hauptstadt: Pjöngjang

Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un

Regierungschef: Pak Pong Ju

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon


Nord- und Südkorea
Nordkorea und Kim Jong Il
REUTERS
Am 9. September 1948 rief der kommunistische Politiker Kim Il Sung im Norden die Demokratische Volksrepublik Korea aus. Sie entwickelte sich, zunächst in enger Anlehnung an die Sowjetunion, zu einer kommunistischen Volksrepublik. 1998 wurde dessen Sohn Kim Jong Il Regierungschef. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush bezeichnete Nordkorea zusammen mit Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" , die aufrüstet, um den Frieden der Welt zu bedrohen.
Die Teilung Koreas
Seit 1910 war Korea eine japanische Kolonie. Nach der Niederlage Japans 1945 rückten sowjetische Truppen im Norden und US-amerikanische Truppen im Süden des Landes vor und trafen sich am 38. Breitengrad. Die Vereinbarungen der Alliierten über die Bildung einer provisorischen Regierung und die Abhaltung freier Wahlen in ganz Korea konnten nicht verwirklicht werden, da sich die UdSSR widersetzte. Im September 1948 wurde in Nordkorea die Volksdemokratische Republik Korea ausgerufen; Südkorea (Republik Korea) gab sich im Juli 1948 eine Verfassung.
Korea-Krieg
AP
Am 25. Juni 1950 begann die militärische Auseinandersetzung zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) mit Unterstützung der Volksrepublik China und der Republik Korea (Südkorea), die von Uno-Truppen unter Führung der USA unterstützt wurde. Der Krieg endete mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens von Panmunjom am 27. Juli 1953, das die Teilung am 38. Breitengrad zementierte.
Südkorea
Am 15. August 1948 wurde die Republik Korea gegründet. Staatspräsident ist Lee Myung Bak , der im Dezember 2007 die Präsidentschaftswahlen gewann und seit Februar 2008 im Amt ist. In den vergangenen Jahrzehnten erlebte Südkorea dank seiner exportorientierten Wirtschaftspolitik und der großzügigen Unterstützung Japans und der USA einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung.
Militärische Stärke
Militär in Nord- und Südkorea
Nordkorea Südkorea
Truppenstärke insgesamt 1.106.000 687.000
darunter Heer 950.000 560.000
Marine 46.000 68.000
Luftwaffe 110.000 64.000
Reservisten 4.700.000 4.500.000
Kampfpanzer 3.500 2.750
Artilleriegeschütze 17.900 10.774
Boden-Boden-Raketen 64 12
einsatzbereite Kampfflugzeuge 620 490
darunter Jagdflugzeuge 388 467
Bomber 80 -
Kriegsschiffe 8 47
darunter Zerstörer - 10
Fregatten 3 9
Korvetten 5 28
taktische U-Boote 63 13
kleinere Küstenwachboote 329 76
(Quelle: International Institute for Strategic Studies (IISS, London)