Seoul - Die Aktion muss extrem gefährlich gewesen sein: Ein nordkoreanischer Soldat hat sich in einer spektakulären Aktion nach Südkorea abgesetzt. Bei seiner Flucht über die schwer bewachte Grenze am Samstag soll er zwei Vorgesetzte erschossen haben.
Ein Beamter des südkoreanischen Verteidigungsministeriums sagte laut BBC, es seien sechs Schüsse zu hören gewesen, bevor der Soldat über die Grenze gelaufen kam. Der Soldat habe einen Lautsprecher benutzt, um sich als Überläufer kenntlich zu machen, als er durch die entmilitarisierte Zone lief, sagte der Beamte. Ein Vertreter des südkoreanischen Generalstabs sagte, die Grenze werde nun mit zusätzlichen Streitkräften bewacht.
Seit dem Ende des Korea-Kriegs 1953 herrscht zwischen Norden und Süden ein Waffenstillstand. Mehr als 24.000 Nordkoreaner sind seitdem in das Nachbarland geflohen, meist über China und Südostasien. Durch die demilitarisierte Zone lief nach offiziellen Angaben zuletzt 2010 ein Soldat über.
yes/dpa/AFP
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