Atomtest Washington und Peking beschließen Sanktionen gegen Nordkorea

Am Dienstag tagt der Uno-Sicherheitsrat zur Causa Nordkorea - doch schon jetzt stehen erste Strafmaßnahmen offenbar fest. Die USA wollen mit Sanktionen auf den erneuten Nukleartest reagieren, China zieht mit. Auch Moskau signalisiert Zustimmung.

Nordkoreas Diktator Kim (Archivbild): Massive Sanktionen drohen
DPA

Nordkoreas Diktator Kim (Archivbild): Massive Sanktionen drohen


New York/Pjöngjang - Das nordkoreanische Regime muss sich offenbar auf neue Sanktionen durch die Weltgemeinschaft gefasst machen. Wie Diplomaten in New York berichten, haben sich die USA und China auf einen gemeinsamen Strafentwurf geeinigt. Über den konkreten Inhalt des Papiers ist noch nichts bekannt.

Dass auch China hinter möglichen Strafmaßnahmen steht, ist bemerkenswert. Eigentlich gilt Peking als einer der wenigen Verbündeten des weltweit isolierten Regimes. Auch Russland will die Maßnahmen mittragen. Südkorea, das seit langem mit den Drohungen des Nachbarlands leben muss, sprach von "bedeutenden Fortschritten".

Der Sicherheitsrat tagt am Dienstagabend (17 Uhr MEZ) in nichtöffentlicher Runde. Dann soll das Papier verteilt werden. Laut "New York Times" müssen die 15 Mitglieder dann erst einmal mit ihren Regierungen über die Inhalte beraten. Die Sanktionen könnten noch im März in Kraft treten. Wie das Blatt meldet, ist der Entwurf das Ergebnis wochenlanger intensiver Verhandlungen der Amerikaner.

Bisher wird spekuliert, dass bestehende Sanktionen zu Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm verschärft werden. Zudem werden wohl die Handel- und Finanzrestriktionen gegen das Land ausgeweitet.

Pjöngjang hatte Mitte Februar trotz massiver internationaler Warnungen erneut einen Atomtest durchgeführt. Der Uno-Sicherheitsrat erklärte damals nach einer Dringlichkeitssitzung, der Test stelle eine "eindeutige Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit dar".

jok

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insgesamt 16 Beiträge
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Seite 1
Stelzi 05.03.2013
1. So. Und jetzt?
Kommen jetzt wieder die Gutmenschen und kritisieren nur die USA oder ist es jetzt ok weil die Chinesen und offenbar auch die Russen ebenso denken?
rolandjulius 05.03.2013
2. Bellende Hunde beißen nicht.
Dieses hektische Spiel sich einen Feind zu schaffen, wird ständig fortgesetzt, bis der Bogen überspannt wird., Denn wenn ich einen Hund zu sehr verprügele, wird er schließlich um sich beißen
yymarcusyy 05.03.2013
3. @stelzi
Was sagt dieser Beitrag aus , das sie solch einen Kommentar schreiben ? Keine Fakten , nichts. Es wird nur spekuliert. Alles wie immer!
Hermes75 05.03.2013
4.
Zitat von rolandjuliusDieses hektische Spiel sich einen Feind zu schaffen, wird ständig fortgesetzt, bis der Bogen überspannt wird., Denn wenn ich einen Hund zu sehr verprügele, wird er schließlich um sich beißen
Die Frage lautet nur wer hier den Bogen überspannt? Nordkorea wurde mehrfach und eindeutig davor gewarnt weiter an der Bombe zu basteln und sie haben es ignoriert. Wenn der UNSR glaubwürdig bleiben will, dann muss eine Antwort erfolgen. Es kommt wirklich nicht so oft vor, dass die USA, Russland und China der selben Meinung sind. Wenn man schon Vergleiche zu NK anstellt, dann vielleicht eher das Beispiel des verzogenen Kindes, dem die Eltern gesagt haben, dass es die Finger von den Putzmitteln lassen soll weil es gefährlich ist. Klein-Kim hört nicht auf die Warnung, also gibt es jetzt eine Standpauke. Natürlich wird Klein-Kim jetzt wütend aufstampfen und verlangen, dass er die gleichen Rechte habe....blablabla. Nein, hat er nicht. Sein Reich ist ein Produkt der Politik der drei Großmächte und wenn die beschließen, dass sie den kleinen Wüterich satt haben, dann löst sich sein kleines Reich schneller auf als er gucken kann.
Tiananmen 05.03.2013
5.
Zitat von rolandjuliusDieses hektische Spiel sich einen Feind zu schaffen, wird ständig fortgesetzt, bis der Bogen überspannt wird., Denn wenn ich einen Hund zu sehr verprügele, wird er schließlich um sich beißen
Und als Lösung schlagen Sie vor... Lassen Sie mich raten! Die USA sollen Nahrungsmittel und Atomtechnik liefern, damit das Volk nicht darunter zu leiden hat? Kim Jong un soll der Friedens-Nobelpreis verliehen werden? Das wäre vielleicht die Lösung! Dann könnte sich sein Mit-Preistrager Obama vielleicht durchringen, ihn anzurufen.
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