Nervengift Nowitschok-Opfer wieder bei Bewusstsein

Das Nowitschok-Opfer Charlie Rowley ist wieder bei Bewusstsein - er schwebe aber noch in Lebensgefahr. Seine Partnerin war am Sonntag an den Folgen der Vergiftung gestorben.

Feuerwehrleute tragen ihre Ausrüstung zum Tatort in der Muggleton Road in Amesbury
DPA

Feuerwehrleute tragen ihre Ausrüstung zum Tatort in der Muggleton Road in Amesbury


Charlie Rowley ist wieder bei Bewusstsein. In der vergangenen Woche waren er und seine Partnerin mit einer Nowitschok-Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Seine Partnerin starb an den Folgen.

Rowleys Zustand sei weiter kritisch, aber stabil. "Das sind gute Nachrichten, er ist aber noch nicht über den Berg", mahnten die Ärzte. Der Mann müsse weiter rund um die Uhr von Spezialisten versorgt werden.

Keine unbekannten Gegenstände anfassen

Nach dem Tod der 44-jährigen Frau aus Amesbury hatte die britische Regierung davor gewarnt, unbekannte Gegenstände aufzuheben. Dies gelte für Bewohner der Gegend um Salisbury und Amesbury im Süden Englands und Behälter, die eine Flüssigkeit oder ein Gel enthalten könnten, teilte die Gesundheitsbeauftragte Sally Davies am Dienstag mit.

"In der Praxis bedeutet das, heben Sie keine Behälter, Spritzen, Nadeln, Kosmetika oder ähnliche Dinge aus Materialien wie Metall, Plastik oder Glas auf", so Davies. Insgesamt bleibe die Gefahr für die Öffentlichkeit aber gering, sagte die Gesundheitsbeauftragte weiter.

Polizei prüft Verbindungen zum Fall Skripal

Die Polizei geht davon aus, dass Rowley und seine Partnerin einen Behälter mit dem Nervengift berührt haben. Die Dosis sei sehr hoch gewesen, teilte Scotland Yard mit. Untersucht wird, ob es Verbindungen zum Fall Skripal gibt.

Unweit vom Wohnort der gestorbenen Frau waren im März der russische Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julija infolge eines Anschlags ebenfalls mit dem Nervengift in Kontakt gekommen. London hatte Moskau dafür verantwortlich gemacht. Russland bestreitet jegliche Verstrickung.

höh/dpa/AFP



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