Mail-Accounts eines Wahlkampfkomitees Cyberangriff auf US-Republikaner

Der Vorfall erinnert an den Hackerangriff auf E-Mail-Konten aus dem Umkreis von Hillary Clinton. Nun wurde bekannt, dass auch die Republikaner mehrere Monate lang ausgespäht wurden.

Donald Trump vor NRCC-Plakat
REUTERS

Donald Trump vor NRCC-Plakat


Ein Wahlkampfkomitee der US-Republikaner ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Es habe eine Attacke von unbekannter Stelle gegeben, bestätigte ein Sprecher des "National Republican Congressional Committee" (NRCC). Die Bundespolizei FBI sei über den Vorfall informiert worden und ermittle dazu. Weitere Details wollte der Sprecher nicht preisgeben.

Das NRCC war in den Wahlkampf der Republikaner für die Kongresswahlen involviert. Das Nachrichtenportal "Politico" berichtete, E-Mail-Konten von vier Mitarbeitern des Komitees seien gehackt und mehrere Monate lang ausgespäht worden. Der Angriff sei im April entdeckt worden, hieß es in dem Bericht weiter. Doch das Komitee habe nach eigenen Aussagen die Informationen darüber zurückhalten wollen, um die internen Ermittlungen nicht zu behindern. Man habe Angst gehabt, dem Täter sonst nicht auf die Spur zu kommen, hieß es.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an den Hackerangriff auf E-Mail-Konten der Demokraten während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016, für den US-Geheimdienste Russland verantwortlich machen. Bei dem Angriff waren E-Mails aus dem Umfeld der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gestohlen worden, die später von der Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlicht wurden.

kry/dpa



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