Geheimdienst-Lauschangriff: NSA spähte auch Brasilien massiv aus

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Eingang zur NSA-Zentrale: Millionenfach Brasilianer belauscht

Belausche deine Freunde - nach diesem Motto hat der US-Geheimdienst NSA offenbar auch Brasilien überwacht. Es sei das meist ausspionierte Land Lateinamerikas, berichten "O Globo" und der britische "Guardian". Millionen von E-Mails und Telefonaten wurden demnach ausgespäht.

London/Rio de Janeiro - Deutschland, die diplomatischen Vertretungen von Italien, Frankreich und der EU - der US-Geheimdienst NSA überwacht in großem Stil auch Verbündete Amerikas. Offenbar trifft das auch auf Brasilien zu, wie die Zeitung "O Globo" berichtet. Demnach hat die NSA im großen Stil brasilianische Bürger ausgespäht.

Millionen von E-Mails und Telefongesprächen seien angezapft worden, heißt es in dem Artikel, den der "Guardian"-Enthüller Glenn Greenwald gemeinsam mit Reportern der brasilianischen Zeitung verfasst hat. Brasilien sei das meistausspionierte Land Lateinamerikas. Zwar könne man keine exakten Zahlen angeben, im vergangenen Januar aber habe Brasilien gleich hinter den USA gelegen, wo in diesem Zeitraum 2,3 Milliarden Telefonate und E-Mails überwacht worden seien.

Es gebe zudem Erkenntnisse, dass der Umfang der belauschten Daten konstant sehr hoch sei, auch wenn nicht beziffert werden könne, wie viele Bürger und Unternehmen Brasiliens betroffen seien. Der US-Geheimdienst interessiert sich dem Bericht zufolge hauptsächlich für die Kommunikation aus Brasilien mit China, Russland, Iran oder Pakistan - allesamt Staaten, die sicher nicht zu den Verbündeten der USA zählen.

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In dieser Woche hatte der SPIEGEL bereits berichtet, dass auch Deutschland intensiv von der NSA überwacht wird. Jeden Monat werden rund eine halbe Milliarde Kommunikationsverbindungen in der Bundesrepublik überwacht.

In der neuen Ausgabe enthüllt der SPIEGEL nun, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesnachrichtendienst (BND) und der NSA deutlich intensiver war als bislang bekannt. In einem Interview mit Edward Snowden sagt der ehemalige NSA-Mitarbeiter zudem, der US-Geheimdienst stecke "unter einer Decke mit den Deutschen".

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fdi/dpa

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insgesamt 15 Beiträge
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1. optional
behr22 07.07.2013
Es wäre so einfach sich dagegen zu wehren, nur leider haben wir offenbar einen inkompetenten Innenminister, dessen einziger Tipp ist nicht mehr ausländische Dienste zu nutzen. Es muss einfach in Deutschland oder besser gleich der EU für alle größeren Dienste eine Verschlüsselung gesetzlich vorgeschrieben werden und zweitens müssen alle Nutzerdaten innerhalb der EU gespeichert werden.
2. Logisch, Brasilien Nr 1 Lateinamerikas
raber 07.07.2013
Ist eigentlich verständlich, dass Brasilien das am intensivsten abgehörte Land Lateinamerikas ist. Es hat die grösste und dynamischte Wirtschaft der Region sowie viele bilaterale Beziehungen die den USA nicht unbedingt genehm sind. Ausserdem meint die Regierung mehr auf der linken Seite zu stehen und Geld steht denen nun auch zur Verfügung. Als 2. Land müsste dieser Logik nach Mexiko auf Lateinamerikas NSA-Spähprogramm-Liste stehen.
3.
London_Riot 07.07.2013
Zitat von sysopBelausche deine Freunde - nach diesem Motto hat der US-Geheimdienst NSA offenbar auch Brasilien überwacht. Es sei das meist ausspionierte Land Lateinamerikas, berichten "O Globo" und der britische "Guardian". Millionen von E-Mails und Telefonaten wurden demnach ausgespäht. NSA hat laut "Guardian" und "O Globo" auch Brasilien massiv ausgespäht - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/nsa-hat-laut-guardian-und-o-globo-auch-brasilien-massiv-ausgespaeht-a-909875.html)
Ah ne..hat jemand wirklich geglaubt,dass NSA an den Knotenpunkten alles angezapft hat aber NUR die bösen abhören,die guten also wir normale Bürger werden nicht ausspioniert ..wer glaubt wird selig. Da werden alle unsere Daten gespeichert und jeder von uns ist erpressbar oder hat keiner von uns Leichen im Keller. So wie Stasi Duftproben von jedem DDR Bürger gesammelt hat,so sammlt NSA alle unsere Daten und wenn es sein muss und jemand zu viel fordert,der wird dann mit unangenehmen Fakten aus seinem Leben konfrontiert,so wie eine Geliebte z.b oder sonst was...es sind Stasi Methoden und unsere POlitik muss darauf reagieren,sonst werden wir zum Überwachungsstaat.
4.
donle2 07.07.2013
wahrscheinlich wegen den ganzen Islamisten in Brasilien =)
5. das kann doch im Ernst
frommerstop 07.07.2013
Zitat von behr22Es wäre so einfach sich dagegen zu wehren, nur leider haben wir offenbar einen inkompetenten Innenminister, dessen einziger Tipp ist nicht mehr ausländische Dienste zu nutzen. Es muss einfach in Deutschland oder besser gleich der EU für alle größeren Dienste eine Verschlüsselung gesetzlich vorgeschrieben werden und zweitens müssen alle Nutzerdaten innerhalb der EU gespeichert werden.
niemand glauben dass die USA vom ihrem Treiben abzuhalten sind. Die Zusatzprotokolle geben uhnen das Recht dazu--und selbst wenn die Verträge geä#ndert werden--wer will ihnen auf die Finger klopfen und vor allem wie????Wenn sie ausserhalb Deutschlands oder Europas anzapfen???Und was machen wir mit GB und unseren ach so tollen FREUNDEN in Frankreich????
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