Nach SPIEGEL-Bericht Türkei bestellt US-Diplomat wegen Spionageverdacht ein

Die NSA und der britische Geheimdienst GCHQ überwachten nach SPIEGEL-Informationen massiv die Türkei. Das Außenministerium in Ankara hat jetzt den Vertreter der USA einbestellt.

NSA-Zentrale: Das Nato-Partnerland Türkei ist für die US-Dienste offenbar eins der wichtigsten Ziele
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NSA-Zentrale: Das Nato-Partnerland Türkei ist für die US-Dienste offenbar eins der wichtigsten Ziele


Ankara - Die türkische Regierung hat den Geschäftsträger der US-Botschaft in Ankara ins Außenamt gebeten. Dort sollte er sich zu dem SPIEGEL-Bericht über einen Lauschangriff amerikanischer Geheimdienste äußern. Der Diplomat habe bei dem Termin eine Erklärung abgegeben, sagte Regierungssprecher Bülent Arinc am Montag laut der Nachrichtenagentur Anadolu. Zum Inhalt dieser Erklärung sagte er nichts. Mitte August hatte Ankara bereits den deutschen Botschafter in der türkischen Hauptstadt, Eberhard Pohl, aus ähnlichen Gründen ins Außenministerium gebeten.

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Heft 36/2014
Die hektische Suche nach einem entschleunigten Leben

Den Informationen des SPIEGEL zufolge wird die Türkei nicht nur vom deutschen Bundesnachrichtendienst ausspioniert, sondern auch von britischen und US-Geheimdiensten. Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Montag, er werde dieses Thema "sehr offen und klar" bei Treffen mit westlichen Spitzenpolitikern ansprechen. Erdogan nimmt am Donnerstag und Freitag am Nato-Gipfel in Wales teil.

Laut Geheimdokumenten aus dem Archiv des Whistleblowers Edward Snowden, die der SPIEGEL einsehen konnte, rangiert das Nato-Partnerland Türkei für die amerikanischen Dienste sogar in der Spitzengruppe der Aufklärungsziele. Ein Mitarbeiter des US-Dienstes NSA meldete 2006: "Wir haben den allerersten Erfolg in der Ausbeutung von Rechnern der türkischen Führung erzielt." Erfolgreich waren die US-Dienste auch bei der Ausforschung der türkischen Botschaften in Washington und bei der Uno in New York – unter anderem haben sie dort die IT-Systeme mit Spähprogrammen infiltriert.

Lokalisierungsdaten und Telefonmitschnitte

Der britische Nachrichtendienst GCHQ hat neben der türkischen Politik insbesondere den Energiesektor des Landes im Visier: Die britischen Spione erhielten bereits im Oktober 2008 den Auftrag, die Zugänge zum türkischen Energieministerium sowie zu drei Unternehmen zu verbessern. Der Auftrag enthielt auch den damaligen Energieminister Hilmi Güler als Zielperson.

Gleichzeitig haben die NSA und türkische Behörden im Kampf gegen die kurdische Separatistenorganisation PKK äußerst eng kooperiert, wie die Unterlagen belegen. Man habe Lokalisierungsdaten und Telefonmitschnitte von PKK-Mitgliedern an die Türkei übergeben: "Das hat zum Tod oder der Gefangennahme von Dutzenden PKK-Anführern geführt." Zeitweise gab die NSA die Handy-Positionsdaten von PKK-Führern alle sechs Stunden an die Türken weiter, während militärischer Offensiven sogar im Stundentakt.

ler/fab/AFP



insgesamt 2 Beiträge
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britneyspierss 01.09.2014
1. Helfe ich hilfst du mir
Die Türkei und die USA haben in erster Linie militärische Interessen.Wirtschaftlich spielt die Türkei für die USA kaum eine bedeutende Rolle.Die Türkei gilt seit Jahrzehnten als eine militärische regionale Großmacht mit einer stabilen Struktur und ist ein Felsen vor dem gesamten Mittelmeer und den Toren Europas.Gegen Waffen und Infos lassen sich die Türken gerne für US-Interessen benutzen wie im Irak oder Iran. Das ist ein geben und nehmen also halb so Wild für Erdogan. Als die Türkei 2003 gegen die Nordfront der USA stimmte hat Amerika massiv gegen Türkische Interessen Politik betrieben.
ggs32013 02.09.2014
2. Klar, dass so ein Land spioniert werden muss
Aus allen Seiten hört man, dass die Türkei der ISIS Tür und Tor offen lässt. Die ISIS Terroristen werden in der Türkei medizinisch behandelt. Erdogan, du Bastard, wenn du das Köpfen von Kinder nicht sofort stoppen lässt, werden wir dich abköpfen!
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