US-Geheimdienst NSA-Chef Mike Rogers tritt ab

Der US-Geheimdienst NSA bekommt einen neuen Leiter: Der bisherige Boss Mike Rogers wird im Frühjahr seinen Posten räumen.

NSA-Chef Mike Rogers (Archiv)
REUTERS

NSA-Chef Mike Rogers (Archiv)


Der Chef des US-Geheimdienstes NSA, Mike Rogers, will in den kommenden Monaten in Rente gehen. Wie US-Geheimdienstkreise bestätigten, kündigte Rogers seinen Rückzug in einem NSA-internen Rundschreiben an. Der 58-Jährige will demnach im Frühling abtreten. Noch in diesem Monat werde US-Präsident Donald Trump einen Nachfolger benennen, hieß es.

Rogers war im April 2014 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama als NSA-Chef benannt worden. Seine vierjährige Amtszeit war unter anderem von Informationslecks geprägt. Einige der streng geheimen Informationen sollen in die Hände der Russen gelangt sein.

Der NSA-Chef leitet auch das Cyber-Kommando, das für die elektronische Kriegsführung zuständig ist. Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden löste 2013 die sogenannte NSA-Affäre aus, als er das Ausmaß weltweiter Geheimdienstabhörpraktiken enthüllte. Die diplomatischen Beziehungen der USA zu diversen Ländern, darunter Deutschland, litten darunter.

Rogers war zudem einer von vier Geheimdienstchefs, die Trump Anfang Januar vergangenen Jahres einen belastenden Bericht zur mutmaßlichen Einmischung Russlands in den US-Präsidentschaftswahlkampf zugunsten Trumps vorgelegt hatten. Rogers ist der einzige der vier Geheimdienstbeamten, der seinen Posten unter Trump behielt.

abl/AFP/Reuters

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