Washington - Barack Obama bewegte sich in seinem Terrain - und konnte punkten. Der US-Präsident hat seinen Herausforderer Mitt Romney im letzten TV-Duell scharf attackiert. Im Mittelpunkt stand dieses Mal die Außenpolitik. Gleich zu Beginn gab sich der Amtsinhaber aggressiv, aufmerksam und streitbar: "Jedes Mal, wenn Sie eine Meinung zu etwas vorlegen, liegen Sie falsch", warf er Romney vor. Der Republikaner geriet schnell in die Defensive. Zwar versuchte er Obamas Attacken zu kontern, doch dabei wich er häufig auf seine wirtschaftspolitische Agenda aus - ein Feld, auf dem Romney sich deutlich sicherer fühlt.
Immer wieder schweifte Romney ab und verwies auf die schwächelnde US-Konjunktur und die hohe Staatsverschuldung. Moderator Bob Schieffer machte dabei keinen souveränen Eindruck, die Debatte entglitt ihm zeitweise.
Für beide Kandidaten stand viel auf dem Spiel: Es war die letzte Möglichkeit, im Fernsehen vor einem Millionenpublikum zu punkten und unentschlossene Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Nur zwei Wochen vor der Wahl liegen Obama und Romney in Umfragen nahezu gleichauf.
Und wer konnte die Wähler nun eher überzeugen? Einer ersten Umfrage zufolge hat Obama besser abgeschnitten. In der nicht repräsentativen Befragung von CNN/ORC sagten 48 Prozent der befragten Wähler in der Nacht zum Dienstag, der Amtsinhaber habe die TV-Debatte gewonnen. 40 Prozent sahen unmittelbar nach Ende des Duells Mitt Romney vorn.
cte/dapd/Reuters/dpa
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