Clinton-Nachfolge: Obamas Favoritin Rice mag nicht mehr
Sie galt als Top-Favoritin für die Nachfolge von Hillary Clinton. Jetzt hat Susan Rice erklärt, nicht mehr US-Außenministerin werden zu wollen. Die Uno-Botschafterin hat sich wegen heftiger Angriffe der Republikaner zum Rückzug entschlossen.
Washington - Die Drohungen der Republikaner waren offenbar erfolgreich. Susan Rice will nicht US-Außenministerin werden. Präsident Barack Obama teilte mit, dass Rice nicht länger als mögliche Nachfolgerin von Hillary Clinton zur Verfügung stehe. Er habe die Entscheidung akzeptiert, sagte Obama. Zugleich äußerte er sein "tiefes Bedauern über die ungerechten und falschen Angriffe auf Susan Rice in diesen vergangenen Wochen". Sie sei eine "äußerst fähige, patriotische und leidenschaftliche" Beamtin.
Der Rückzug ist auch ein Rückschlag für den Präsidenten. Rice, die amerikanische Botschafterin bei der Uno, ist eine enge Vertraute von Obama. Sie galt als Top-Favoritin für das Amt der Außenministerin. Clinton hatte ihren Ausstieg nach Ende der Legislaturperiode damit begründet, dass sie sich ausruhen wolle.
Die Republikaner hatten damit gedroht, eine mögliche Ernennung Rice' im Senat verhindern zu wollen. Hintergrund ist die Reaktion der 48-Jährigen auf die Terrorattacke gegen die US-Vertretung im libyschen Bengasi am 11. September. Obwohl schon bald feststand, dass es eine geplante Attacke war, sprach Rice noch fünf Tage später in Talkshows von spontanen Protesten.
Mit dem Rückzieher wachsen die Chancen des demokratischen Senators John Kerry für das Amt des Außenministers. Kerry war 2004 der Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Er unterlag aber dem damaligen Amtsinhaber George W. Bush.
max/Reuters/dpa
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