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Obama im Situation Room: Banges Warten auf den Schuss

Präsident Obama fixiert gebannt den Bildschirm, Außenministerin Clinton hebt erschrocken die Hand vor den Mund: Im Situation Room verfolgte der präsidiale Stab die Jagd auf Bin Laden. Wer war dabei? Der Psychologe Martin Schuster analysiert die Reaktionen.

Hamburg - Es ist eins dieser Bilder, die man nicht mehr vergisst. US-Präsident Barack Obama hält den Blick starr auf den Monitor gerichtet. Dort verfolgt er die Jagd auf Osama Bin Laden. Noch ist nicht klar, ob die hochriskante Aktion glücken wird - oder ob die Mission der Navy Seals in einem Debakel endet. Entsprechend angespannt wirkt der Präsident - zumal er die Elitesoldaten nicht die ganze Zeit beobachten konnte. 20 bis 25 Minuten lang sei die Verbindung zwischen der Sondereinheit und dem Weißen Haus unterbrochen gewesen, berichtete CIA-Direktor Leon Panetta.

Pete Souza, Chef-Fotograf von Barack Obama, hat die Momente des Bangens festgehalten. "Wie ein Laser" habe der Präsident die Monitore fixiert, schreibt die "New York Times" später über die perfekt inszenierten Aufnahmen.

Souza fängt auch die Erleichterung ein, als die entscheidende Botschaft den Raum erreicht: Enemy Killed In Action, Bin Laden ist im Kugelhagel der US-Spezialeinheit gestorben. Nun ist klar, dass der Einsatz ein Erfolg wird.

Fotostrecke

6  Bilder
Foto-Analyse: Was Obamas Gesicht verrät
Doch was lässt sich, bei aller PR-Inszenierung, noch aus den historischen Aufnahmen lesen? Was verraten Körperhaltung und Mimik über die Protagonisten? Der Psychologe Martin Schuster hat die Bilder für SPIEGEL ONLINE untersucht. Seine Analyse lesen Sie in der Fotostrecke.

Top-Militärs, hochrangige Politiker und die wichtigsten Berater umringen den Präsidenten. Außenministerin Hillary Clinton ist dabei, Verteidigungsminister Robert Gates ebenso, dazu Obamas Vize Joe Biden. Doch wer sind die anderen Beobachter in diesen geschichtsträchtigen Momenten? Die Antwort finden Sie in der Animation.

jok

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insgesamt 104 Beiträge
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1. ...und morgen ein neues Märchen
kobmicha 04.05.2011
..Osama wurde erschossen obwohl er unbewaffnet und somit wehrlos war! Uns sofort auf hoher See bestattet. ...und morgen erzählt euch euer großer Bruder eine neue Geschichte! ....nur die Dummheit der Menschen ist unendlich....
2. Setz dich in die Ecke und schäm dich!
Viminal 04.05.2011
Ich sehe auf dem Foto vor allem eines: Der Commander in Chief, der Präsident der USA sitzt abgeschoben in der Ecke auf einem Behelfsstuhl - während der General im bequemen Chefsessel sitzt.
3. Schöne Analyse!
logikerhh 04.05.2011
Es wurden selbstverständlich nur jene Fotos an die Öffentlichkeit gegeben, die PR-mäßig auch gut vermarktbar sind. Der Augenblick des Jubels, den es zweifellos gegeben haben wird als die "mission accomplished" wurde, wurde selbstverständlich nicht fotografiert oder, wahrscheinlicher, nicht veröffentlicht. Denn das hätte den gesamten Stab in einen schadenfreudigen kleinen Haufen verwandelt. Sowas.
4. Das ist nicht Audrey Tomason...
dgbmdss 04.05.2011
.. sondern die mexikanische Putzfrau, die durch die angelehnte Tür hineingekommen ist.
5. Ich wuerde sagen,
Gandhi, 04.05.2011
der Psychologe hat treffend analysiert. Man koennte es auch so sagen: Wer behauptet, den Verantwortlichen sei gleichgueltig gewesen, was da passierte, der wird mit diesen Aufnahmen widerlegt.
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