Rede vor der Uno Obama fordert harte Entschlossenheit gegen IS

"Die einzige Sprache, die sie verstehen, ist die Sprache der Stärke": US-Präsident Barack Obama hat vor der Uno-Generalversammlung dazu aufgerufen, den "Islamischen Staat" mit einer internationalen Koalition zu bekämpfen.


New York - US-Präsident Barack Obama hat vor der Uno-Generalversammlung für eine internationale Allianz gegen islamistischen Terrorismus geworben. Das brutale Vorgehen des "Islamischen Staates" (IS) in Syrien und im Irak unterscheide sich von bislang bekannten Formen des Extremismus: "In diesem Jahrhundert haben wir es mit einem tödlicheren und größeren Terrorismus zu tun, der eine der größten Religionen pervertiert."

Für den Kampf gegen den IS formulierte Obama in New York vier Ziele:

  • Der "Islamische Staat" müsse zerstört werden, Verhandlungen mit den Dschihadisten schloss Obama kategorisch aus: "Die einzige Sprache, die sie verstehen, ist die Sprache der Stärke." Der IS sei ein "Netzwerk des Todes", hinter dem kein Gott stehe. Unter anderem sollen Geldströme an die Extremisten stillgelegt werden.
  • Die Ideologie hinter dem IS müsse bekämpft werden. Vor allem solle "die Verführung junger Menschen zu dieser brutalen Ideologie" unterbunden werden, sagte Obama. Alle zivilisierten Völker sollten sich daher zusammenschließen.
  • Außerdem müsse der Konflikt auf diplomatischem Wege angegangen werden. "Wichtig ist, dass wir eine breit angelegte Verhandlung in der ganzen Region anregen", sagte Obama. Nicht nur Syrien und der Irak, sondern viele Staaten des Nahen Ostens sollen dabei eingebunden werden. Obama kündigte auch an: "Amerika wird in der Region engagiert bleiben."
  • Schließlich forderte Obama einen Einsatz für junge Menschen: "Die Länder der arabischen und muslimischen Welt müssen sich auf das großartigen Potenzial ihrer Völker konzentrieren - vor allem auf die Jugend", sagte er.

Obama gab sich in seiner Rede zudem selbstkritisch, auch die Vereinigten Staaten hätten keine vollends ideale Gesellschaftsform. Zudem sei in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig Geld in Entwicklungsländer investiert worden.

mxw

insgesamt 54 Beiträge
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schon,aber 24.09.2014
1. fatal
Ich fürchte, wenn diese Pest "IS" nicht binnen kurzem ausgerottet wird, teilt sich die Welt in SICHERE Zonen und LEBENSGEFÄHRLICHE Zonen auf. Siehe dazu die aktuellen Erpressungen in Algerien (franz. Bergsteiger) oder Süd-Philippinen (deutsche Segler) – beiden Opfern droht der Kopfverlust. Sichere Urlaubsländer wird es dann nur noch in sehr beschränktem Maße geben. Schöne neue Welt... Der Westen kann eigentlich nur mit eigenen Entführungen zwecks Gefangenenaustausch dagegenhalten.
eunegin 24.09.2014
2. Danke, dass die USA führt. Alternativlos.
Bei allem USA-Bashing hier: die Führung durch die USA ist Alternativlos. Sonst tummeln sich unter den potentiellen Führungsmächten nur Diktaturen, autoritäre Staaten und Dampfplauderer (EU...). Ich hoffe, dass dem IS (Internationale Idioten, Islamistische Spinner?) so beizukommen ist.
vladislav_missal 24.09.2014
3.
Am Anfang hat USA die Bande unterstützt, die waren nützlich gegen Assad.. Heute sind das Terroristen.. Na ja.. Und noch eine Gedanke.. Was heisst moderate Opposition in Syrien? Die werden mit Geld, Waffen unterstützt.. Aber die unterscheiden sich von IS fast gar nicht.. Wie kann USA fremde Ländern bombardieren? Irak hat das erlaubt, Syrien nicht..Das interessiert Weltpolizei USA nicht.. Sie machen was sie wollen..
lorenzcarla 24.09.2014
4. Ganz nett, Herr Obama...
aber nur durch den Einsatz von Bodentruppen kann ein Schuh aus Ihrem Ansinnen werden. Und noch gibt es niemanden in der Region oder in den westlichen Staaten, der "hier" gerufen hat.
undog 24.09.2014
5.
Obama scheint einer dieser gefährlichen, christlichen Spinner zu sein. Die Güte "Gottes" ist eine Wunschvorstellung - man denke an die Sintflut sowie Soddom & Gommorra und heute die ISIS = kommt alles vom "Allmächtigen" - woher sonst. Kurzum: Die "gute" religiöse Begründung ist genauso sinnleer wie die "böse".
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