Obama zu Boston-Anschlägen: "Wir werden die Schuldigen finden"

Barack Obama erhöht nach dem Boston-Anschlag im ganzen Land die Sicherheitsvorkehrungen. Von Terrorismus sprach der US-Präsident nicht: Man wisse noch nicht, wer hinter dem Anschlag stecke, werde die Täter aber aufspüren.

AFP

Washington - US-Präsident Barack Obama hat angeordnet, die Sicherheit für alle US-Einrichtungen "soweit wie nötig" zu erhöhen. Zur Aufklärung der Vorfälle in Boston stünden die "vollen Ressourcen" der US-Regierung zur Verfügung, sagte Obama am Montagabend im Weißen Haus.

Der Demokrat warnte vor voreiligen Schlüssen. "Wir haben noch nicht alle Antworten. Wir wissen noch immer nicht, wer das getan hat und warum", sagte er vor Journalisten. Obama versprach aber auch: "Wir finden heraus, wer das war. Wir werden sie zur Rechenschaft ziehen." In seiner kurzen Rede sprach einer von einer "Tragödie".

Der US-Präsident selbst vermied es, von einem Terroranschlag zu sprechen. Allerdings sagte ein namentlich nicht genannter Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters, der Vorfall werde vom Weißen Haus sehr wohl als "Terrorangriff" eingestuft.

Der TV-Sender CNN berichtete unter Berufung auf FBI-Beamte, auch die US-Bundespolizei gehe von einem Terroranschlag in Boston aus.

Bei zwei Explosionen nahe der Ziellinie des Bostoner Marathonlaufs wurden am Montag mindestens drei Menschen getötet und viele weitere verletzt. US-Medien zufolge entdeckte die Polizei mehrere Sprengsätze. Eine offizielle Erklärung zu den Hintergründen der Detonationen gab es aber noch nicht.

Unmittelbar nach den Explosionen war Obama informiert worden und hatte sich mit seinen Sicherheitsberatern ins Oval Office zurückgezogen. Vor seiner Rede wurde er auch von FBI-Chef Robert Mueller, Heimatschutzministerin Janet Napolitano und anderen ranghohen Vertretern seiner Regierung über die jüngsten Entwicklungen unterrichtet. Der Präsident sprach ebenfalls mit Vertretern der beiden Parteien im Kongress.

fab/dpa/Reuters

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