Krise in Asien: Obama warnt Nordkoreas Kriegstreiber

US-Präsident Barack Obama hat Nordkoreas Diktator vor weiteren Drohgebärden gewarnt. Die USA würden "alle nötigen Schritte" unternehmen, um sich und ihre Verbündeten zu schützen. Laut Einschätzung eines US-Geheimdienstes kann Pjöngjang möglicherweise Nuklearraketen bestücken.

Washington - Die Warnung des US-Präsidenten ist unmissverständlich. Zwar werde man versuchen, den Konflikt mit Nordkorea auf diplomatischem Weg zu lösen, sagte Barack Obama am Donnerstag in Washington. Niemand wolle einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel, es sei an der Zeit, die Temperatur herunterzufahren. Er werde aber "alle nötigen Schritte" unternehmen, um die USA und ihre Verbündeten zu schützen, so Obama.

Der Präsident äußerte sich nach einem Treffen mit Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. Der appellierte an China, seinen Einfluss auf die Führung in Pjöngjang zu nutzen und für eine Entspannung auf der koreanischen Halbinsel zu sorgen.

Der amerikanische Militärgeheimdienst Defence Intelligence Agengy (DIA) kommt mittlerweile zu der Einschätzung, dass Nordkorea möglicherweise Raketen mit Atomsprengköpfen bestücken könnte. Ein entsprechender Bericht ging am Donnerstag US-Regierungskreisen und Kongressmitgliedern zu. Allerdings sei davon auszugehen, dass Nordkorea solche Raketen noch nicht zielgerichtet einsetzen könne. Laut "New York Times" ist unklar, ob andere US-Geheimdienste diese Einschätzung teilen. Vor Beginn des Irak-Kriegs sei es die DIA gewesen, die am nachdrücklichsten darauf beharrte, dass Diktator Saddam Hussein Nuklearwaffen besitze.

US-Außenminister John Kerry führt am Freitag in Seoul Gespräche über die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel. Im Mittelpunkt des Treffens mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Yun Byung Se steht der Konflikt mit dem kommunistischen Norden. Es werde unter anderem darum gehen, wie mit den Kriegsdrohungen Nordkoreas umzugehen sei und wie beide Länder das Regime in Pjöngjang von Provokationen abhalten könnten, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Seoul. Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert.

Erneut appellierte die US-Regierung am Donnerstag an China und Russland, auf Nordkorea einzuwirken. "Wir bitten insbesondere die Russen und Chinesen, ihren besonderen Einfluss zu nutzen, damit Pjöngjang die Rhetorik runterfährt und sein Verhalten ändert", erklärte Obamas Sprecher Jay Carney. Es sei schließlich im Interesse einer jeden Nation in der Region, dass Stabilität herrsche und die koreanische Halbinsel letztendlich denuklearisiert werde.

mia/AP/Reuters

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1. Win-Win-Situation?
pflegeroboter 11.04.2013
Zitat von sysopAP/dpaUS-Präsident Barack Obama hat Nordkoreas Diktator vor weiteren Drohgebärden gewarnt. Die USA würden "alle nötigen Schritte" unternehmen, um sich und ihre Verbündeten zu schützen. Laut Einschätzung eines US-Geheimdienstes kann Pjöngjang möglicherweise Nuklearraketen bestücken. http://www.spiegel.de/politik/ausland/obama-will-alle-noetigen-schritte-gegen-nordkorea-unternehmen-a-893928.html
Endlich bekommt Kim die Aufmerksamkeit aus den USA, die mit dem Rummel der vergangenen Woche bezweckt hat. Da werden die ihn umgebenden Speichlecker gleich noch ein wenig höher auf den Schild heben. Man könnte aber auch von einer Win-Win-Situation sprechen. Der fette Kim bekommt Aufmerksamkeit und Obamalein die Gelegenheit "Stärke" zu zeigen.
2. Wollen wir hoffen,...
Basiscreme 12.04.2013
...dass das Heulen der Wölfe auch wieder verhallt. Im Gegensatz zu einigen Foristen hier zum Thema Krieg gegen NK bin ich der Meinung, dass ein Krieg verheerende Verluste auf beiden Seiten haben wird. Schließlich hat NK die viertgrößte Armee der Welt. Dass Obama nun auch schärfere Worte wählt, liegt wohl an dem Druck der Republikaner und daran, dass Obama den Amerikanern gegenüber Stärke zeigen muss.
3. der Norden ist alles nur nicht kommunistisch
howagri 12.04.2013
Man fragt sich wirklich, welche Strategie Kim fährt und warum. Bestimmt kommt am Ende die große Hilfswelle, damit er Ruhe gibt.
4. optional
Altesocke 12.04.2013
"Laut Einschätzung eines US-Geheimdienstes kann Pjöngjang möglicherweise Nuklearraketen bestücken." Und im Irak hatten sie Massenvernichtungswaffen, ganz sicher! Hoffen wi mal, im Falle der Vergeltung, das die Nachrichtendienste einen besseren, und vor allem, ehrlichen Job gemacht haben!
5. Bitte aufhoeren.
marypastor 12.04.2013
Zitat von sysopAP/dpaUS-Präsident Barack Obama hat Nordkoreas Diktator vor weiteren Drohgebärden gewarnt. Die USA würden "alle nötigen Schritte" unternehmen, um sich und ihre Verbündeten zu schützen. Laut Einschätzung eines US-Geheimdienstes kann Pjöngjang möglicherweise Nuklearraketen bestücken. http://www.spiegel.de/politik/ausland/obama-will-alle-noetigen-schritte-gegen-nordkorea-unternehmen-a-893928.html
Nordkorea wird niemanden mit Nuklearwaffen angreifen und wenn doch, gabe es das Land in 24 Sunden nicht mehr.
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