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Training und Waffen: Obama investiert 500 Millionen Dollar in syrische Opposition

Syrische Rebellen: Unterstützung für "beste Alternative zu Terroristen und brutalen Diktatoren" Zur Großansicht
AFP

Syrische Rebellen: Unterstützung für "beste Alternative zu Terroristen und brutalen Diktatoren"

Mit einer halben Milliarde Dollar aus einem Anti-Terror-Topf will US-Präsident Obama die syrische Opposition unterstützen. Sorgfältig ausgewählte Rebellen sollen trainiert und bewaffnet werden. Der Kongress muss noch zustimmen.

Washington - Die Regierung von US-Präsident Barack Obama bittet den Kongress um 500 Millionen Dollar (367 Millionen Euro) für Ausstattung und Training für die gemäßigten Rebellen in Syrien. "Diese Mittel würden helfen, das syrische Volk zu verteidigen", sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden, am Donnerstag in einer Mitteilung. Ziel sei es auch, damit die von der Opposition kontrollierten Gebiete zu stabilisieren, wichtige öffentliche Dienste sicherzustellen und terroristischen Bedrohungen zu begegnen. Schließlich solle es die Bedingungen für Verhandlung und Einigung schaffen.

Das Geld solle aus einem milliardenschweren Anti-Terror-Fonds kommen, den Obama vor einigen Wochen in einer großen außenpolitischen Rede in West Point angekündigt hatte. Dort hatte er bereit konkret von einer stärkeren Unterstützung seines Landes für syrische Oppositionsgruppen in ihrem Kampf gegen Diktator Baschar al-Assadgesprochen. Der Kongress muss den Ausgaben noch zustimmen.

Die Rebellen, die ausgestattet und trainiert werden sollen, würden sorgfältig überprüft, sagte das Weiße Haus, um die Befürchtungen auszuräumen, dass Waffen letztendlich in die Hände der Feinde der USA fallen könnten.

Obama wurde bislang vorgeworfen, in dem drei Jahre schwelenden Bürgerkrieg in Syrien zu lange untätig und unentschieden gewesen zu sein. Die Unterstützung soll nun "denjenigen in der syrischen Opposition zukommen, die die beste Alternative zu Terroristen und brutalen Diktatoren bieten", so Obama.

Insgesamt beantragt Obama fast 60 Milliarden Dollar Mittel für die Kriegsführung beim Kongress. Das sind rund 20 Milliarden weniger als im Jahr zuvor und damit die niedrigste Anfrage in zehn Jahren. Ein Grund dafür ist der Truppenabzug aus Afghanistan. Neben der Gelder für Syrien und Afghanistan sollen aus dem Budget 1,5 Milliarden den Staaten zukommen, die eine gemeinsame Grenze mit Syrien haben und von Flüchtlingsströmen überschwemmt wurden. 140 Millionen sollen in Trainings in den Irak fließen. Außerdem gehen große Summen an verschiedene Programme zum Kampf gegen den Terrorismus.

mia/dpa/Reuters/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 95 Beiträge
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1. Wo ist ein Plan, eine Strategie?
us-buddy3.klasse 26.06.2014
Zitat von sysopAP/dpaMit einer halben Milliarde Dollar aus einem Anti-Terror-Topf will US-Präsident Obama die syrische Opposition unterstützen. Sorgfältig ausgewählte Rebellen sollen trainiert und bewaffnet werden. Der Kongress muss noch zustimmen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/obama-will-syrischen-rebellen-helfen-a-977762.html
.... ich möchte nicht in das Obama-Bashing nach Bush (dem Unsäglichen) verfallen, aber ich vermag keine verantwortungsvolle Nah-Ost-Politik der USA erkennen. Nur irrlichtern, nur kopflos reagieren, nur Rückzug aufs Inland kann doch keine US-Außenpolitik ersetzen. Ich sehe einen riesigen Flächenbrand von Jordanien über den Libanon bis zur Türkei (Bündnispartner) auf uns zukommen.
2. Völkerrechtswidrig
spon-1265209987939 26.06.2014
Moralisch kann man davon halten was man will, aber eine solche offene Unterstützung wäre eklatant völkerrechtswidrig. Ruhig mal thematisieren. Wird ja bei völkerrechtswidrigen Vorgehen unserer Gegner auch immer hoch und runter gebetet.
3. Das nächste Unheil
duk2500 26.06.2014
Nach Afghanistan, Somalia, Libyen und Iraq ist Syrien das nächste Land, wo die USA durch ihre unreflektierten Interventionen Chaos, Tod und großes menschliches Leid verursachen.
4. kein Titel
meinlieber 26.06.2014
Training und Waffen? Ob das die richtige Strategie ist?! Man müsste noch wissen wer genau denn das Training und die Waffen bekommt-das kann nämlich delikat sein. Eine politische Opposition aufzubauen wäre wohl die bessere Idee, und bestimmt nachhaltiger.
5. Absoluter Witz wegen Assads Luftwaffe !
jesse01 26.06.2014
Solange Assad seine Luftwaffe hat, bombt der alles in Grund und Boden. Da nutzen weder Material noch Soldaten !! Sobald eine Stellung eingenommen ist, schickt Assad einen Jet und das war es dann ! Obama muss die Luftwaffe ausschalten ! Alles andere macht keinen Sinn. Sowieso hat er mit seinem Zögern die ganze Krise erst zum Explodieren gebracht, so dass Assad sich der ganzen Welt nun als Retter und Bollwerk gegen die Islamisten feiern lassen kann ! Wer war noch einmal der Böse vor 3 Jahren ??
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