Österreich EU-Abgeordnete entschuldigt sich für rassistischen Post

Afrikaner würden nicht "wie Europäer denken und arbeiten" wollen - mit rassistischen Äußerungen in den sozialen Medien sorgte eine EU-Abgeordnete in Österreich für einen Eklat. Nun rudert die ÖVP-Politikerin zurück.

Facebook-Seite von Claudia Schmidt
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Facebook-Seite von Claudia Schmidt


Nach heftiger Kritik hat die österreichische EU-Abgeordnete Claudia Schmidt (ÖVP) umstrittene Äußerungen auf Facebook gelöscht und sich für deren Inhalt entschuldigt. "Ich bin erschüttert, dass mir selbst so etwas passiert und ich selbst nicht vor Vorurteilen gefeit bin", schrieb die Politikerin. "Es ist und war nicht meine Absicht, jemand zu verletzen oder gar rassistisch zu beleidigen."

In einem langen Post hatte Schmidt am Donnerstag die "afrikanische und moslemische Kultur" als nicht "kompatibel mit unserer" bezeichnet. "Afrikaner wollen nicht wie wir Europäer denken und arbeiten, aber gerne wie wir Europäer leben", hieß es in dem Post weiter. Der "massenweise Import von Stammeskulturen und Clandenken" sei "ein sicherer Weg für eine Veränderung zum Schlechteren" in Europa.

Schmidts Entschuldigung war scharfe Kritik auch aus der eigenen Partei vorausgegangen. ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer forderte eine Entschuldigung und drohte mit Konsequenzen.

Aus den Reihen der liberalen "Neos" wurden Rücktrittsforderungen gegen Schmidt laut. Der Europasprecher der SPÖ, Jörg Leichtfried, kritisierte den "von rassistischen Vorurteilen strotzendem Beitrag".

asa

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