Österreich Geschlossene Moscheen dürfen offenbar wieder öffnen

Die österreichische Regierung will verstärkt gegen islamische Radikalisierung vorgehen - und ließ Anfang Juni mehrere Moscheen schließen. Eine Gemeinde legte erfolgreich Beschwerde ein, wie Medien berichten.

Gebet in einer Moschee (Symbolbild)
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Gebet in einer Moschee (Symbolbild)


Sechs Moscheen dürfen offenbar wieder öffnen: Vor drei Wochen ließ die österreichische Regierung mehrere Moscheen schließen. Wien begründete das mit dem Vorgehen gegen den "politischen Islam", Radikalisierungen und den Kampf gegen Parallelgesellschaften. Eine Gemeinde legte Beschwerde gegen die Entscheidung ein - offenbar mit Erfolg.

Das Verwaltungsgericht gab der Berufung gegen den Ausschluss der aufschiebenden Wirkung des entsprechenden Bescheids statt. Das berichtet der österreichische "Kurier". Die Arabische Kultusgemeinde erhalte damit ihre Rechtspersönlichkeit vorerst zurück. Damit sind sämtliche von der Bundesregierung geschlossenen Moscheen wieder geöffnet. Das Prüfverfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Wegen verbotener Auslandsfinanzierung könnten zudem bis zu 40 Imame des Dachverbands der türkischen Moscheegemeinden in Österreich ihren Aufenthaltstitel verlieren, hieß es vor drei Wochen. Über die Ausweisung von zehn Imamen sei bereits entschieden werden, sagte am Freitag ein Regierungssprecher dem "Kurier".

Die im Dezember angetretene und von ÖVP-Chef Sebastian Kurz geführte österreichische Regierung hat einen harten Kurs in der Einwanderungspolitik eingeschlagen.

mho

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