Offene Fragen nach Bin Ladens Tod: Wer waren die Helfer des Terrorpaten?

Von Yassin Musharbash und Hasnain Kazim, Berlin und Islamabad

Die Kommandoaktion der USA hat die Welt von Osama Bin Laden befreit - und die Beziehungen zu Pakistan enorm belastet. Was wusste Islamabad von dem Aufenthalt des Qaida-Chefs? Hatte er Helfer? Und was wird aus dem Terrornetzwerk? Viele Ungereimtheiten bleiben. Ein Überblick.

Jagd auf Bin Laden: Misstrauen unter Verbündeten
Fotos
REUTERS

Amerika feiert den Schlag gegen Osama Bin Laden als Erfolg. In Pakistan dagegen hält sich die Freude in Grenzen - weil Washington Islamabad nicht informiert hat über den geplanten Einsatz, weil die Pakistaner am Ende blamiert dastehen als diejenigen, die nichts wussten und den Qaida-Chef womöglich jahrelang unterstützt haben.

Der Fall Bin Laden wird Sicherheitsexperten, Journalisten, Wissenschaftler und Zeithistoriker noch eine Weile beschäftigen, denn es gibt eine Menge Ungereimtheiten: Warum haben die Menschen in Bin Ladens Haus die Hubschrauber nicht gehört? Weshalb gab es so wenig Gegenwehr, als der meistgesuchte Mensch der Welt von einem US-Kommando angegriffen wurde?

Klar ist, dass der Erfolg der USA die Beziehungen zum Anti-Terror-Partner Pakistan belastet. John Kerry, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im US-Senat, reist kommende Woche nach Islamabad, um einen "Dialog über die Folgen" der Kommandoaktion in der nordpakistanischen Stadt Abbottabad zu beginnen. Er wolle auch die Vermutung ansprechen, dass Bin Laden Unterstützer bei den pakistanischen Behörden hatte. Es sollten "alle Fakten auf den Tisch", heißt es aus seinem Umfeld.

Nach dem Tod von Qaida-Chef Bin Laden bleiben viele Fragen. SPIEGEL ONLINE gibt einen Überblick

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insgesamt 7420 Beiträge
HansOch 02.05.2011
na, da müsste die Welt ja friedlicher werden H.
na, da müsste die Welt ja friedlicher werden H.
woener 02.05.2011
Es ist ein Name, was hinter diesem Namen alles verborgen ist, das wird verborgen bleiben. Der einzig authentische Zeuge ist tot. Selbst die SPD hat über Herrn Wiefelspütz schon vermelden lassen, dass die Gefahr noch nicht [...]
Zitat von sysopEr war der meistgesuchte Mann der Welt: Osama Bin Laden, der Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida, ist tot. US-Spezialkräfte haben ihn bei einer Kommandoaktion in Pakistan getötet. Wir die weltweite Terrorgefahr nun geringer?
Es ist ein Name, was hinter diesem Namen alles verborgen ist, das wird verborgen bleiben. Der einzig authentische Zeuge ist tot. Selbst die SPD hat über Herrn Wiefelspütz schon vermelden lassen, dass die Gefahr noch nicht beseitigt ist und die "Terrorschutz - Notstandsgesetze" erhalten bleiben. Ob man in der CDU dann gleich zur umfassenden Einführung aller Notstandsgesetze greift? Die Bespitzelungsgesetze werden nun aber zur Bewährungsprobe für die FDP werden können, eine neue Chance zur Profilierung?
Greg84 02.05.2011
Schlag gegen den Terror? Eher nicht. Ich glaube kaum, dass bin Laden noch an der Spitze der al-Qaida stand, vielleicht hatte er sich auch komplett aus dem "Geschäft" zurück gezogen. Das einzige was der Schlag gegen bin [...]
Schlag gegen den Terror? Eher nicht. Ich glaube kaum, dass bin Laden noch an der Spitze der al-Qaida stand, vielleicht hatte er sich auch komplett aus dem "Geschäft" zurück gezogen. Das einzige was der Schlag gegen bin Laden gebracht hat ist die Schaffung eines weiteren Märtyrers. Für Obama hätte der Zeitpunkt allerdings kaum besser sein können. Politisch läuft es für verdienten Träger des Friedensnobellpreises nicht grade perfekt, da hilft so ne positive Nachricht schon unheimlich weiter.
endbenutzer 02.05.2011
Hat George W. Bush eigentlich schon der Familie Bin Laden sein Beileid ausgesprochen? Unter alten (Geschäfts-) Freunden ist das doch so üblich. Oder lebt Bin Laden doch noch und man wollte eigentlich nur die nunmehr fast genau [...]
Hat George W. Bush eigentlich schon der Familie Bin Laden sein Beileid ausgesprochen? Unter alten (Geschäfts-) Freunden ist das doch so üblich. Oder lebt Bin Laden doch noch und man wollte eigentlich nur die nunmehr fast genau 10-jährige Mission „Krieg gegen Terror“ zum bürgerfreundlichen Abschluss bringen? Merkwürdig: Gerade jetzt, da Obama und die gesamten USA in punkto Staatsverschuldung praktisch mit dem Rücken zur Wand stehen, wird für den amerikanischen Otto Normalverbraucher wieder einmal ein toller Grund geliefert, die Fahne zu schwingen und mit der Hand auf dem Herzen die Nationalhymne zu singen. Super Drehbuch...
Hubatz 02.05.2011
Dieser Mann ist ein Mysterium. Ich halte nicht viel von Verschwörungstheorien aber Beweisfotos oder besser Videos würden mich erfreuen.
Dieser Mann ist ein Mysterium. Ich halte nicht viel von Verschwörungstheorien aber Beweisfotos oder besser Videos würden mich erfreuen.
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