Olympia in Pyoengchang Pence geht Nordkoreanern aus dem Weg

Im Olympia-Stadion saß er vor Kim Jong Uns Schwester, sonst mied US-Vizepräsident Mike Pence den direkten Kontakt mit Vertretern Nordkoreas. Einen Empfang verließ er sogar vorzeitig.

Mike Pence sitzt vor Kim Yong Nam und Kim Jong Uns Schwester Kim Yo Jong
REUTERS

Mike Pence sitzt vor Kim Yong Nam und Kim Jong Uns Schwester Kim Yo Jong


Bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Südkorea hat US-Vizepräsident Mike Pence den direkten Kontakt mit dem protokollarischen Staatsoberhaupt Nordkoreas, Kim Yong Nam, vermieden.

Dagegen begrüßte Südkoreas Präsident Moon Jae In sowohl Kim als auch die Schwester von Machthaber Kim Jong Un, Kim Yo Jong. Bei einem Empfang des südkoreanischen Präsidenten am Abend vor der Eröffnungsfeier war Pence nur anwesend.

In südkoreanischen Medien hatte es geheißen, Pence und der Nordkoreaner Kim sollten sich bei dem Empfang an einem Zwölfertisch gegenübersitzen. Dem südkoreanischen Präsidialamt zufolge hatte Pence aber einen Termin mit US-Sportlern.

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Der US-Vizepräsident wollte daher nur kurz auf dem Empfang bleiben, um andere hohe ausländische Politiker zu begrüßen. Er habe ihnen, darunter dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, kurz die Hand geschüttelt, dem Nordkoreaner Kim aber nicht, heißt es in einer Mitteilung des Präsidialamtes.

Moon und Pence einig über weitere Sanktionen

Kurz vor der Eröffnung hatte Pence die Absicht der USA bekräftigt, den Druck auf Nordkorea zu erhöhen. Der südkoreanische Präsident Moon stimme mit den USA überein, dass es weitere Sanktionen gegen den isolierten Staat geben müsse, sagte Pence.

Bei der Eröffnungsfeier saßen Pence und seine Frau neben dem südkoreanischen Präsidentenpaar in der ersten Reihe auf der Ehrentribüne. Hinter dem südkoreanischen Paar saßen die beiden Spitzenvertreter Nordkoreas.

Neben der Schwester von Machthaber Kim saß die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Elke Büdenbender. Deutschland ist einer der wenigen Staaten, die diplomatische Beziehungen zu Nordkorea unterhalten.

SPIEGEL ONLINE (Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL))

brt/Reuters

insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
rainer_daeschler 09.02.2018
1. Auf der Flucht?
So lange er nicht versucht sich unter dem Tisch zu verstecken, wenn die Nordkoreaner kommen ...
treg 09.02.2018
2. kein Mut
da sieht man doch mal wieder das es der Trump Regierung nicht sehr ernst ist Gespräche mit dem Norden zu führen ... schade
denny101 09.02.2018
3.
Diese brutalen Hardliner bei den Spielen des Friedens. Hat die Regierung Trump nichts Friedfertigeres um es nach Pyoengchang zu schicken ?
derjoey 09.02.2018
4.
Zitat von rainer_daeschlerSo lange er nicht versucht sich unter dem Tisch zu verstecken, wenn die Nordkoreaner kommen ...
Oder den Sean Spicer machen und sich in die Büsche schlagen, wenn's zu eng wird. ;-)
klaus.blum 09.02.2018
5. Mike Pence...
legte ein benehmen an den Tag dass man durchaus als kindlich arrogant, wenn nicht sogar dumm, bezeichnen darf. Zumindest bei den Olympischen Winterspielen zeigten da die beiden verfeindeten koreanischen Staaten mehr Benimm und Taktgefühl als der US Vize.
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