Experten bestätigen britische Angaben Ex-Spion Skripal wurde mit potenziell tödlicher Chemikalie vergiftet

Die Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen hat festgestellt, dass der frühere Doppelagent Skripal Opfer einer Giftattacke wurde - einen Schuldigen nannte die OPCW allerdings nicht.

Logo der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW)
DPA

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Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hat die britischen Ermittlungserkenntnisse zur Art des Gifts im Fall des früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal bestätigt. Dies hätten Tests ergeben. Die Organisation nannte allerdings keinen mutmaßlichen Urheber der Attacke und auch nicht die benutzte Substanz beim Namen.

Bei einer Untersuchung von Blutproben von Skripal und seiner Tochter Julija seien die "Untersuchungsergebnisse Großbritanniens in Bezug auf die Identität der toxischen Chemikalie bestätigt" worden, erklärte die Organisation in einem Kurzbericht.

Die britische Regierung macht Moskau für den Giftanschlag verantwortlich, Russland weist jede Verantwortung zurück. "Es gibt keinen Zweifel, was benutzt wurde, und es gibt keine andere Erklärung, wer dafür verantwortlich ist - nur Russland hat die Mittel, ein Motiv und die Erfahrung", sagte der britische Außenminister Boris Johnson.

Sergej Skripal und seine Tochter waren vor knapp sechs Wochen bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury gefunden worden. Nach Angaben der britischen Regierung waren sie mit dem in der früheren Sowjetunion produzierten Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden.

Im Video: Wladimir Ugljow und das Nervengift Nowitschok

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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes hieß es auf der Basis von Informationen der Nachrichtenagentur AFP, die Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) habe die russische Herkunft des Giftes bestätigt. Dies war nicht korrekt und wurde entsprechend geändert.

dop/AFP/Reuters/dpa



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