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Ostukraine: Separatisten sagen Friedensgespräche ab

Separatisten in der Ostukraine: Gespräche nur mit neuer Tagesordnung Zur Großansicht
AFP

Separatisten in der Ostukraine: Gespräche nur mit neuer Tagesordnung

Waffenruhe vielleicht, Friedensverhandlungen später: Die Separatistenführer in der Ostukraine haben Gespräche mit der Regierung abgesagt. Auch die Feuerpause bleibt umstritten.

Donezk - In der Ostukraine wird es vorerst keine Friedensgespräche geben. Der Verhandlungsführer der prorussischen Separatisten, Denis Puschilin, lehnte den Termin Agenturen zufolge als "zu früh" ab. Zunächst müssten noch Fragen der Tagesordnung geklärt werden. Dennoch soll im Konfliktgebiet an diesem Dienstag eine Waffenruhe beginnen. Noch am Wochenende hatte es heftige Kämpfe gegeben.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte die Verhandlungen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vorgeschlagen. Die Separatisten hatten Gespräche am 12. Dezember angeregt.

Separatistenführer Andrej Purgin in Donezk meinte, er sehe derzeit die Bedingungen für eine Waffenruhe nicht erfüllt. Das Militär habe bislang keine schweren Waffen abgezogen und nehme Donezk weiter unter Beschuss. Auch die ukrainische Armee warf den Separatisten Angriffe vor.

In der Großstadt Charkiw brachen die letzten Lastwagen mit Trümmern des am 17. Juli abgestürzten malaysischen Passagierflugzeugs MH17 in Richtung Niederlande auf. Die Boeing war über dem Konfliktgebiet abgeschossen worden. Die Niederlande leiten die Ermittlungen in dem Fall, bei dem 298 Menschen ums Leben kamen.

Russland schickt Gas und gute Wünsche

Die russische Regierung hat sich unterdessen hinter eine neue Gesprächsrunde im Ukraine-Konflikt gestellt. Man werde "alles unternehmen, damit das Treffen der Kontaktgruppe diese Woche in Minsk stattfindet", sagte am Montag der außenpolitische Berater von Präsident Wladimir Putin, Juri Uschakow. Auch nimmt Russland nach ukrainischen Angaben ab Donnerstag wieder Erdgaslieferungen ins Nachbarland auf. Die Lieferungen waren im Streit um den Preis und ausstehende Schulden sechs Monate lang unterbrochen.

isa/dpa/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. Na so ein Zufall
Niederbayer 08.12.2014
Putin findet eine Waffenruhe gut, aber seine Bauchrednerpupper, äh, der Separatistenführer nicht. Tja was soll man da als Russischer Präsi noch machen. Man will ja, aber wenn der Separatist so eigensinnig ist, hat man leider keine Möglichkeiten mehr. So ein Ärger aber auch.
2. @Niederbayer
93160 08.12.2014
Zitat von NiederbayerPutin findet eine Waffenruhe gut, aber seine Bauchrednerpupper, äh, der Separatistenführer nicht. Tja was soll man da als Russischer Präsi noch machen. Man will ja, aber wenn der Separatist so eigensinnig ist, hat man leider keine Möglichkeiten mehr. So ein Ärger aber auch.
Vor Monaten sagte schon ein Separatist, er laesst sich von niemanden befehlen, weder von Kiev noch von Putin. Ich denke, auch die Separatisten sind sich nicht immer einig.
3. Befehle von Putin
Partyzant 08.12.2014
Befehle aus Russland sind mit Sicherheit andere als wir es mitbekommen, oder meinen Sie wirklich dass die seperatisten Putins Befehle verweigern, dem Putin der ihnen alles gibt was sie brauchen, sogar seperatisten??? ohne Putin würden die seperatisten mit jogginganzug und sneakers mit einer steinschleuder durch die Gegend laufen. Putin spielt wie immer ein mindestens doppeltes Spiel und die Separatisten müssen weiter mitspielen.
4. Ich denke,
n.nixdorff 08.12.2014
dass die Herren Separatisten Instruktionen bekommen haben, vor einer Waffenruhe erst mal den von Regierungstruppen gehaltenen Flughafen von Donezk zu erobern.
5. Schwere Waffen
darthmax 08.12.2014
Also, die ukrainische Armee beschiesst die Stadt. Das machen die Seperatisten nun wirklich nnicht selbst. Eigentlich sollten doch die schweren Waffen schon längst abgezogen sein. Keine Seite hält sich ergo an Absprachen. Sollen die alten doch erst mal erfüllt werden, wobei die Ukrainische Regierung eiun bisschen in Vorleistung treten muss, da 15 km eben nur in eine Richtung gehen.
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