Extremisten-Hochburg Karatschi Pakistan nimmt 97 Islamisten fest

Anhänger mehrerer Terroristengruppen sollen in Pakistan eine Gefangenenbefreiung geplant haben. 97 Männer wurden festgenommen. Sie werden mit al-Qaida und den Taliban in Verbindung gebracht.


Pakistanische Sicherheitskräfte haben in der Millionenmetropole Karatschi 97 mutmaßliche islamistische Extremisten festgenommen. Die Männer seien zwischen 2009 und 2015 in zahlreiche Anschläge auf Sicherheitskräfte, zwei Luftwaffenstützpunkte und den Flughafen der Stadt verwickelt gewesen, teilte das Militär mit.

Die Festgenommenen gehörten demnach al-Qaida und der Gruppe Lashkar-e-Jhangvi an, die der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nahesteht. Beide Gruppen arbeiten auch mit den pakistanischen Taliban zusammen.

Einige der Verhafteten hätten geplant, den Mörder des amerikanischen Journalisten Daniel Pearl, Omar Sayed Sheikh, aus dem Gefängnis in Hyderabad zu befreien. Pearl war 2002 enthauptet worden.

Karachi gilt als Rückzugsort für Tausende Extremisten. Jahrelang war die Gewalt dort eskaliert. Nach Einsätzen des Militärs seien gezielte Tötungen um 70 Prozent zurückgegangen, sagte Bajwa.

Die Armee steht seit einem Anschlag pakistanischer Taliban auf eine Universität nahe der nordwestpakistanischen Stadt Peschawar vor drei Wochen unter Druck. 22 Menschen waren getötet worden. Im vergangenen Jahr hatte die Armee mehrfach verkündet, dem Extremismus im Land das Rückgrat gebrochen zu haben.

brk/Reuters/dpa

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