Pakistan Acht Menschen sterben bei Bombenattentat im Nordwesten

Der Attentäter kam auf einem Motorrad, er zündete den Sprengstoff in der Nähe einer Haltestelle. Mindestens acht Menschen wurden bei dem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans getötet, zahlreiche Menschen verletzt.


Peshawar/Islamabad - Bei einem Bombenanschlag im Nordwesten Pakistans sind am Montag mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sei Kari Hilal, der Sohn des einflussreichen afghanischen Geistlichen Kasi Amin Wakad, sagte der zuständige Polizeioffizier Mohammad Ashfaq der Nachrichtenagentur Reuters. Hilal sei dabei gewesen, in Peshawar mit afghanischen und pakistanischen Gläubigen eine Konferenz gegen Gewalt zu organisieren.

Der Attentäter sei auf einem Motorrad gefahren und habe seinen Sprengsatz in der Nähe eines Polizeifahrzeugs gezündet. Der Angriff soll sich gegen den ranghohen Verwaltungsbeamten Sahibzada Anees gerichtet haben, der kurz zuvor den Anschlagsort passiert hatte. Er habe die Explosion der rund sechs Kilogramm schweren Bombe aber unverletzt überstanden, meldete die Nachrichtenagentur AFP.

Die meisten Opfer hätten an einer Haltestelle gestanden und auf einen Bus gewartet. Etwa 35 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt, Reuters und AFP meldeten mindestens 45 Verletzte. Peshawar ist eine Handelsstadt am wichtigen Khyber-Pass an der Grenze zu Afghanistan. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Die Zahl der Anschläge in Pakistan hat vor den Parlamentswahlen am 11. Mai deutlich zugenommen. Meist haben die radikal-islamischen Taliban die Verantwortung übernommen. Einige politische Parteien halten wegen der unsicheren Lage keine Wahlkampfveranstaltungen im Freien ab.

heb/Reuters/AFP

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