Gilani-Nachfolge Ashraf soll Pakistan aus Staatskrise führen

Pakistans Führungskrise hält an: Kurz vor den Wahlen wurde mit Raja Pervez Ashraf bereits der zweite Kandidat als Premier nominiert, nachdem der bisherige Regierungschef Yousuf Raza Gilani des Amts enthoben worden war.

Nominierter Premierminister Pakistans: Raja Pervez Ashraf
AFP

Nominierter Premierminister Pakistans: Raja Pervez Ashraf


Islamabad - Und wieder ein neuer Kandidat für das Amt des Regierungschefs in Pakistan: Raja Pervez Ashraf soll Premierminister werden. Gegen den bisherigen Spitzenkandidaten, Makhdoom Shahabuddin war Haftbefehl erlassen worden. Nun hat Staatspräsident Asif Ali Zardari, Chef der Pakistanischen Volkspartei (PPP) den früheren Minister Ashraf zum Ersatzkandidaten nominiert.

Bisher war Shahabuddin im Gespräch für den Posten, doch schon kurz nach dessen Nominierung waren Korruptionsvorwürfe gegen ihn laut geworden. Er soll in seiner Zeit als Gesundheitsminister im Jahr 2010 illegal am Export von Medikamenten mitverdient haben.

Pakistan steckt in einer schweren Führungskrise: Der bisherige Regierungschef Yousuf Raza Gilani war am Dienstag vom höchsten pakistanischen Gericht des Amtes enthoben worden. Die Abstimmung findet am späten Freitagnachmittag (Ortszeit) im pakistanischen Unterhaus statt. Da die PPP und ihre Koalitionspartner über eine deutliche Mehrheit der 342 Parlamentssitze verfügen, gilt die Wahl Ashrafs zum Premierminister als sicher.

cab/dpa



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