Islamabad - In der pakistanischen Grenzstadt Chaman haben mutmaßliche Taliban-Rebellen einen Anschlag auf Versorgungsgüter für die Nato-Truppen im benachbarten Afghanistan verübt. Die Extremisten hätten eine Sprengladung unter einen der Öltankwagen platziert, der daraufhin explodiert sei und zahlreiche weitere Container in Brand gesetzt habe, sagte ein Polizeikommandeur.
Von den rund 300 geparkten Lastwagen seien 18 vollständig zerstört worden, hieß es weiter. Etwa 25 Öltanker und Transporter gingen in Flammen auf, Hunderte Lastwagen stauten sich im Gebiet im Chaman. Eine verkohlte Leiche wurde gefunden, wahrscheinlich handelt es sich um den Fahrer des Öltankers.
Augenzeugen berichteten, die Rebellen hätten auf Motorrädern angegriffen und die Lastwagen auch mit einem Granatwerfer attackiert. Der Polizei zufolge hatten die meisten Lastwagen gepanzerte Fahrzeuge für die Truppen in Afghanistan geladen.
Die Strecke durch Chaman ist die wichtigste nach der über den Khyber-Pass im Nordosten Pakistans. Besonders auf der Route über den Khyber-Pass werden die Konvois immer wieder von Aufständischen angegriffen. Zur Entlastung der gefährlichen Strecken durch Pakistan wird neuerdings auch eine Versorgungsroute für die Truppen aus Tadschikistan genutzt, die durch das Einsatzgebiet der Bundeswehr in Nordafghanistan führt. Auch auf der nördlichen Route ist es nach Angaben der Bundeswehr bereits zu Angriffen der Taliban gekommen.
amz/Reuters/dpa
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