Peschawar - Die Bilanz des jüngsten Anschlags in Peschawar ist blutig: Mindestens vier Menschen starben, 26 Menschen wurden nach Angaben eines Arztes verletzt. Nach Angaben von Augenzeugen raste der Selbstmordattentäter mit einem Lieferwagen auf die Wache zu, bevor er den Sprengsatz zündete. Die Explosion hinterließ einen ein Meter tiefen Krater.
Außer der Polizeistation wurden den Angaben zufolge auch eine Moschee und mehrere Geschäfte durch die schwere Explosion beschädigt. Einige Gebäude seien teilweise eingestürzt. Die Behörden befürchteten, dass unter den Trümmern weitere Opfer liegen könnten. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.
Es war der fünfte Selbstmordanschlag in der Stadt binnen acht Tagen. Erst am Samstag waren bei einem Selbstmordanschlag mindestens zehn Menschen getötet und 26 weitere verletzt worden.Zu dem Anschlag bekannte sich die pakistanische Taliban-Organisation Tehrik-i-Taliban (TTP).
Am Sonntag vereitelten Sicherheitskräfte einen Angriff von Taliban- Kämpfern auf das Haus des Chefs einer regierungstreuen Stammesmiliz in Peschawar. Bei dem Schusswechsel wurden nach Polizeiangaben drei Angreifer getötet.
Seit dem Start einer Armeeoffensive gegen radikal-islamische Aufständische in Süd-Waziristan Mitte Oktober werden in Peschawar immer wieder Anschläge verübt.
anr/AFP/dpa
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