Hamas und Fatah Palästinensergruppen einigen sich auf Wahlen 2018

Seit mehr als zehn Jahren hat es keine Wahlen mehr in palästinensischen Gebieten gegeben. Durch die Einigung der rivalisierenden Organisationen Hamas und Fatah soll sich das nun bald wieder ändern.


In den Palästinensergebieten soll es bis Ende 2018 Parlaments- und Präsidentschaftswahlen geben. Darauf verständigten sich die beiden rivalisierenden Palästinenser-Organisationen Fatah und Hamas und elf weitere Gruppierungen.

Das Datum soll die palästinensische Regierung von Präsident Mahmud Abbas festlegen. Seit 2006 gab es in den Palästinensergebieten keine Parlamentswahlen mehr.

Hamas und Fatah hatten in Kairo Versöhnungsgespräche aufgenommen. Im September hatte die Hamas überraschend erklärt, sie wolle die Verwaltung des Gazastreifens abgeben und sich nach zehn Jahren der Spaltung wieder mit der Fatah versöhnen.

Am 12. Oktober unterzeichneten Fatah und Hamas in Kairo eine erste Vereinbarung. Ziel ist eine einheitliche Herrschaft im Gazastreifen und im Westjordanland.

Die bisher nur das Westjordanland kontrollierende Fatah-Regierung von Präsident Mahmud Abbas soll bis zum 1. Dezember die vollständige Verwaltung des Gazastreifens übernehmen.

Die von der internationalen Gemeinschaft unterstützte Fatah hatte 2007 nach einem Bürgerkrieg im Gazastreifen die Kontrolle an die islamistische Hamas verloren. Diese spricht Israel das Existenzrecht ab und wird im Westen als terroristische Gruppierung eingestuft.

cop/dpa/Reuters



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