Ermittlungen Weiterer mutmaßlicher Attentäter von Paris identifiziert

Die französische Polizei hat mit Hilfe eines DNA-Abgleichs einen weiteren Paris-Attentäter identifiziert. Der 24-Jährige hatte sich fünf Tage nach den Anschlägen bei der Stürmung einer Wohnung in Saint-Denis in die Luft gesprengt.


Französische Ermittler haben den Terroristen identifiziert, der sich wenige Tage nach den Pariser Anschlägen in einer Wohnung in Saint-Denis in die Luft gesprengt hatte. Es handele es sich um den 24-jährigen Chakib Akrouh, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Er sei in Belgien geboren und habe die belgische und die marokkanische Staatsbürgerschaft.

Akrouhs Identität wurde anhand des Vergleichs von am Tatort gefundenen DNA-Spuren mit dem genetischen Profil seiner Mutter ermittelt.

Der Mann hatte sich in einer Wohnung im nördlichen Pariser Vorort Saint-Denis aufgehalten, die Spezialkräfte der Polizei am 18. November stürmten. Dabei kamen auch ein mutmaßlicher Organisator der Anschläge vom 13. November, Abdelhamid Abaaoud, sowie dessen Cousine ums Leben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Akrouh mit Abaaoud an dem dreiköpfigen Terror-Kommando beteiligt war, das Cafés und Bars im Osten der Hauptstadt angriff. Weitere Attentäter hatten im Konzertsaal Bataclan sowie vor der Fußballarena Stade de France wahllos auf Menschen geschossen oder sich selbst in die Luft gesprengt. 130 Menschen wurden getötet und mehr als 350 weitere verletzt.

Damit ist nur noch die Identität zweier Attentätern unklar, die sich am Fußballstadion Stade de France im Pariser Norden in die Luft sprengten. Sie waren am 3. Oktober über die griechische Insel Leros nach Europa gelangt und trugen gefälschte syrische Pässe bei sich.

sun/dpa/AFP

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