Travemünde - Mit dem Abflug eines Vorauskommandos ist am Dienstag der Türkei-Einsatz der Bundeswehr gestartet. Vom niederländischen Flughafen Eindhoven hob am Vormittag eine Maschine mit 20 deutschen und 30 niederländischen Soldaten ab.
Das Vorauskommando bereitet die Verlegung der deutschen "Patriot"-Flugabwehrraketen vor. Geplant ist, bis zu 350 Bundeswehrsoldaten nahe der Stadt Kahramanmaras rund 100 Kilometer nördlich der syrischen Grenze zu stationieren.
Im Rahmen eines Nato-Einsatzes stellen die Niederlande, Deutschland und die USA jeweils zwei Luftabwehrstaffeln, um die Türkei vor möglichen Angriffen aus Syrien zu schützen.
Parallel wurden am Vormittag in Lübeck-Travemünde die Raketenstaffeln auf ein gechartertes Frachtschiff einer dänischen Reederei verladen. Zum Einsatzverband gehören rund 300 Fahrzeuge und mehr als 130 Container. Das Schiff soll noch am Abend Richtung Türkei aufbrechen, sagte ein Bundeswehrsprecher. Die eigentlichen Raketen würden an einem anderen Hafen dazugeladen. Dieser solle aber nicht genannt werden.
Das Material soll voraussichtlich am 21. Januar im türkischen Hafen Iskenderun eintreffen. Von dort werden sie auf dem Landweg ins rund 200 Kilometer entfernte Kahramanmaras im Süden der Türkei gebracht, wo die "Patriots" aufgebaut werden.
Nach Angaben des Sprechers ist es das Ziel der Bundeswehr, dass das Waffensystem Anfang Februar einsatzbereit ist.
heb/dpa/dapd
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