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Gelbes Meer: Nord- und Südkorea liefern sich Feuergefecht

Südkoreanische Kriegsschiffe im Gelben Meer (Archivbild): Kurzer Schusswechsel Zur Großansicht
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Südkoreanische Kriegsschiffe im Gelben Meer (Archivbild): Kurzer Schusswechsel

Zuletzt sah es aus, als ob sich die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea verbessern könnten. Doch nun hat sich ein militärischer Zwischenfall ereignet: Nahe der Insel Yeonpyeong kam es zum Schusswechsel.

Seoul - An der umstrittenen Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea hat es offenbar eine militärische Auseinandersetzung gegeben. Nach Angaben aus Seoul haben sich die beiden Länder gegenseitig unter Beschuss genommen.

Der kurze Vorfall habe sich am Dienstagmorgen in der Nähe der Insel Yeonpyeong ereignet, nachdem ein nordkoreanisches Schiff in südliche Gewässer vorgedrungen sei, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul. Demnach feuerte die südkoreanische Marine zurück, als das Boot aus dem Norden das Feuer eröffnete. Es habe keine Schäden gegeben, hieß es weiter.

Die südkoreanische Insel Yeonpyeong liegt an der sogenannten Nördlichen Grenzlinie. Diese war nach Ende des Korea-Kriegs 1953 von US-geführten Uno-Truppen einseitig beschlossen worden, Pjöngjang erkennt sie bis heute nicht an.

2010 bombardierte Nordkorea die Insel

In dem Gebiet war es in der Vergangenheit wiederholt zu Seegefechten zwischen beiden Seiten gekommen. Die Insel war zuletzt 2010 von Nordkorea bombardiert worden. Damals starben vier Menschen.

Südkorea und Nordkorea befinden sich formal noch immer im Kriegszustand - nach dem Krieg wurde kein Friedensvertrag geschlossen.

Vor wenigen Tagen hatte sich im Rahmen der Asienspiele in Südkorea eine Annäherung der beiden Staaten abgezeichnet: Überraschend hatte Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hochrangige Regimevertreter ins Nachbarland entsandt. Die Spitzenpolitiker sollten Gespräche zur Verbesserung der Beziehungen wieder aufzunehmen, die seit Februar ausgesetzt waren. Die jüngsten Vorfälle im Gelben Meer dürften für eine mögliche Annäherung beider Länder jedoch wenig förderlich gewesen sein.

ca/dpa/AFP/Reuters

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