Ermittlungen gegen Ex-Trump-Berater US-Gericht stellt Manafort unter Hausarrest

Schwere Geldwäsche-Vorwürfe: Ein Bundesgericht hat Hausarrest für Trumps ehemaligen Wahlkampfleiter Paul Manafort angeordnet.

Paul Manafort, versteckt hinter der Sonnenblende
REUTERS

Paul Manafort, versteckt hinter der Sonnenblende


Der ehemalige Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist im Zuge der Ermittlungen zur Russlandaffäre unter Hausarrest gestellt worden. Ein Bundesgericht in Washington begründete die Entscheidung am Montag mit schweren Geldwäsche-Vorwürfen gegen Manafort. Außerdem solle er eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Dollar (8,6 Millionen Euro) hinterlegen.

Auch Manaforts Geschäftspartner Richard Gates, der als dessen Stellvertreter für Trumps Wahlkampfteam gearbeitet hatte, wurde unter Hausarrest gestellt und muss fünf Millionen Dollar Kaution hinterlegen.

Manafort hatte sich am Montagmorgen in Washington dem FBI gestellt. Die US-Justiz wirft ihm und Gates Verschwörung gegen die USA und Geldwäsche vor. Die beiden sollen Millioneneinnahmen aus ihrer Tätigkeit in der Ukraine vor den US-Behörden verborgen haben. Sie hatten für den früheren prorussischen Staatschef der Ukraine, Viktor Janukowitsch, gearbeitet. Beide plädierten im Laufe des Tages auf unschuldig.

Trump und der Präsidentschaftswahlkampf werden in der 31-seitigen Anklageschrift zwar mit keinem Wort erwähnt: Gleichwohl ist die Anklage das bislang brisanteste Ergebnis der Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zu den Verbindungen des Trump-Teams nach Russland. Sie hat das Potenzial, den Druck auf Trump in der Affäre nochmals massiv zu steigern.

Im Video: Trumps Ex-Wahlkampfchef Manafort stellt sich dem FBI

REUTERS

mkl/AFP/Reuters



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Manaslu2015 31.10.2017
1. Trump wird nicht geschwächt...
....sondern die Karawanw wird weiterziehen. Seine Anhänger halten zu ihm. Er wird es als eine Hexenjagd des Establishments verkaufen. Echte Gefahr droht ihm erst, wenn seine massive Aufrüstung nicht finanzierbar wird, sein Steuersenkungsprogramm für die Reichen scheitert, die Ausgaben für Obamacare nicht signifikant sinken und er die Deregulierung der Finanzindustrie nicht hinbekommt. Dann werden die Republikaner handeln und nicht vorher. Auch wenn sich das weite Teile der deutschen Presse anders wünschen.
g.eliot 31.10.2017
2.
Zitat von Manaslu2015....sondern die Karawanw wird weiterziehen. Seine Anhänger halten zu ihm. Er wird es als eine Hexenjagd des Establishments verkaufen. Echte Gefahr droht ihm erst, wenn seine massive Aufrüstung nicht finanzierbar wird, sein Steuersenkungsprogramm für die Reichen scheitert, die Ausgaben für Obamacare nicht signifikant sinken und er die Deregulierung der Finanzindustrie nicht hinbekommt. Dann werden die Republikaner handeln und nicht vorher. Auch wenn sich das weite Teile der deutschen Presse anders wünschen.
Welch eine kuriose Formulierung. Außerdem völlig irrelevant. Maßgeblich ist, dass die Hälfte der Amerikaner sich wünschen, dass Trump abdanken wird, wie auch immer. Die aktuelle Gallup-Umfrage attestiert Trump nur noch 33% Zustimmung. Die durch Obama durchgeführte Regulierung der Finanzmärkte hat Trump sehr bald nach dem Amtseintritt per Dekret rückgängig gemacht. Wofür hat er denn Goldman Sachs als Finanzminister und Berater seiner Regierung?
Atheist_Crusader 31.10.2017
3.
Zitat von Manaslu2015....sondern die Karawanw wird weiterziehen. Seine Anhänger halten zu ihm. Er wird es als eine Hexenjagd des Establishments verkaufen. Echte Gefahr droht ihm erst, wenn seine massive Aufrüstung nicht finanzierbar wird, sein Steuersenkungsprogramm für die Reichen scheitert, die Ausgaben für Obamacare nicht signifikant sinken und er die Deregulierung der Finanzindustrie nicht hinbekommt. Dann werden die Republikaner handeln und nicht vorher. Auch wenn sich das weite Teile der deutschen Presse anders wünschen.
Wenn sich die Ermittlungen nur auf Manafort und seine zwei Kollegen beschränken würden, könnte ich den Kommentar noch nachvollziehen. Tun sie aber nicht. Das ist nur der Anfang. Da werden noch ganz andere Namen kommen. Vermutlich sogar Trump selbst. Interessant wird es erst wenn er anfängt mit Begnadigungen - auch für sich selbst - um sich zu schmeißen. Wenn er sich in einer legalen Grauzone aufhält, dann könnte es tatsächlich noch fraglich sein ob er dann abgesetzt wird.
Thomas Schröter 01.11.2017
4. des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr?
Lukas 6:41 Was siehst du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? Lukas 6:42 Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und siehe dann zu, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest! ------------- Kluge Worte besonders im Zusammenspiel mit solch nachtragenden undunberechenbaren Leuten.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.