US-Repräsentantenhaus Paul Ryan zum neuen Sprecher gewählt

Eine der wichtigsten Positionen der US-Innenpolitik ist neu besetzt: Das US-Repräsentantenhaus hat Paul Ryan zum neuen Sprecher gewählt. Der Republikaner hatte seine Kandidatur an mehrere Bedingungen geknüpft.

Republikaner Ryan: Widerwillig kandidiert
AFP

Republikaner Ryan: Widerwillig kandidiert


Paul Ryan ist nun "Speaker of the House". Der republikanische Kongressabgeordnete tritt die Nachfolge von John Boehner als Sprecher des US-Repräsentantenhauses an. Die Abgeordneten wählten den 45-Jährigen aus Wisconsin am Montag in das Spitzenamt. Boehner hatte im vergangenen Monat seien Rücktritt angekündigt. Er hatte zuletzt unter massivem Druck des erzkonservativen Flügels seiner republikanischen Partei gestanden.

Ryan hat nun eine der wichtigsten Positionen in der US-Innenpolitik inne. Protokollarisch ist er nach Präsident und Vizepräsident die Nummer drei im Staat. Als Hüter der Gesetzgebungsagenda in der Kongresskammer kann er Debatten ansetzen und Gesetze zur Abstimmung freigeben.

Ryan hatte seine Kandidatur an gewisse Bedingungen geknüpft. Eine davon: Die Partei müsse geeint hinter ihm stehen, heißt es in Ryans Erklärung. Außerdem wolle er nicht auf die Zeit mit seiner Familie verzichten.

Das Repräsentantenhaus ist neben dem Senat die zweite Kammer des Kongresses. Es hat 435 Mitglieder, davon 247 Republikaner. Für eine Mehrheit braucht es 218 Stimmen. Ohne den Block der 40 Mitglieder des erzkonservativen "House Freedom Caucus" geht nichts voran - der hatte Ryan zuvor als Kandidaten abgelehnt.

brk/Reuters

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insgesamt 3 Beiträge
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INGXXL 29.10.2015
1. Hoffentlich
hört damit die Blockade auf und die USA werden wieder handlungsfähig
Jetzt_mal_ernsthaft 29.10.2015
2. Don Quixote
diesmal eine etwas jüngere Version, allerdings nur was das Alter betrifft. Sene Ansichten sind aus der Steinzeit, aber er ist einer dieser "pretty boys" die nun mal unbedingt das Rampenlicht suchen müssen. Die Jungs vom "House Freedom Caucus" (siele Lobo's Kolumne über "Dummdeutung" von gestern) werden ihn vorführen, vielleicht nicht sofort, denn es sieht so aus also ob den Amerikanern ihr Gehabe inzwischen auf die Nerven geht, aber nach der Wahl, wenn Hilary Präsidentin ist, wird es fröhlich wieder losgehen. Sie können gar nicht anders, die Geldgeber würden sofort dichtmachen falls auch nur ein Ansatz zu vernünftiger Politik bei ihren Politik-Lakaien erkennbar würde.
Peter Eckes 29.10.2015
3. .
Unglaublich das die Republikaner nichts besseres mehr aufzubieten haben als Paul Ryan. So ein Bübchen oder Pretty Boy wie ein Vorredner schon geschrieben hat. Peinliche Figur. Mit etwas Glück kippt bei der Präsidentenwahl auch die Mehrheit im Repräsentantenhaus, dann ist Ryan erstmal wieder abgemeldet.
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