Pennsylvania Weiße Arbeiter sichern Clinton den Sieg

Hillary Clinton bleibt mit ihrem Vorwahlsieg in Pennsylvania im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur: Vor allem die weißen Wähler aus der Arbeiterschaft hielten ihr die Treue.


Washington - Hart hat Barack Obama um die Arbeiterstimmen in Pennsylvania gekämpft - doch wie in der Vergangenheit in anderen Staaten auch schon war die Mühe vergebens: Zwei Drittel der weißen Wähler ohne Hochschulabschluss entschieden sich einer Wahlnachbefragung im Auftrag der Nachrichtenagentur AP zufolge für Obamas Rivalin Hillary Clinton.

Ältere Frau bei der Stimmabgabe in Palmyra, Pennsylvania: Unterstützung für Clinton
DPA

Ältere Frau bei der Stimmabgabe in Palmyra, Pennsylvania: Unterstützung für Clinton

Ein ähnliches Ergebnis gab es bei Wählern mit einem Haushaltseinkommen von weniger als 50.000 Dollar (31.400 Euro) im Jahr. Auch hier stimmte die überwiegende Mehrheit für die New Yorker Senatorin. Zu ihren Wählern gehörten auch überproportional viele gläubige Menschen, Gewerkschafter sowie Besitzer von Schusswaffen.

An der Vorwahl beteiligten sich überproportional viele Frauen und ältere Wähler. Die Wählernachfragen ergaben, dass nahezu 60 Prozent der Wähler Frauen und rund 30 Prozent älter als 65 Jahre waren. In beiden Gruppen konnte Clinton punkten.

Obama erhielt einmal mehr die Stimmen der Schwarzen, die in Pennsylvania aber nur einen Anteil von einem Siebtel der Bevölkerung stellen. 90 Prozent von ihnen unterstützten Obama - ein Wert, der sogar noch einmal über den ohnehin starken Werten der vergangenen Vorwahlen liegt. Besonders gut schnitt Obama auch bei denjenigen Wählern ab, die sich erst kürzlich bei den Demokraten registrieren ließen.

Wichtigstes Wahlkampfthema war die Entwicklung der Wirtschaft. Mehr als 80 Prozent der Wähler waren der Auffassung, dass sich die USA bereits in einer Rezession befinden. Bei der Frage nach dem Kandidaten mit der besten Wirtschaftskompetenz hatte Clinton einen leichten Vorsprung vor Obama.

Viele Wähler entschlossen sich offenbar erst spät für einen der beiden Bewerber. Jeder fünfte gab an, diese Entscheidung in der vergangenen Woche getroffen zu haben. Jeder Zehnte entschied sich sogar erst am Wahltag.

phw/AP



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