Neue Pentagon-Angaben USA haben weit mehr Soldaten in Syrien als bisher bekannt

Wie viele US-Soldaten kämpfen in Syrien? 500 - so die Zahl, die das Pentagon bislang verbreitete. Jetzt wird klar: Es sind deutlich mehr.

US-Soldaten in Syrien (April 2017)
YOUSSEF/ EPA/ REX/ Shutterstock

US-Soldaten in Syrien (April 2017)


Das US-Verteidigungsministerium hat eingeräumt, dass deutlich mehr amerikanische Soldaten in Syrien im Einsatz sind, als bislang öffentlich kommuniziert wurde. Derzeit seien etwa 2000 US-Soldaten in dem Bürgerkriegsland, sagte Pentagon-Sprecher Robert Manning am Mittwoch in Washington. Bislang hatte das Ministerium die Zahl stets mit etwa 500 angegeben. Im Irak befinden sich nach Angaben Mannings etwa 5200 amerikanische Soldaten.

Die neuen Zahlen gingen nicht auf eine Truppenaufstockung zurück, sagte der Sprecher. Es sei vielmehr das Ergebnis einer internen Untersuchung. Generell sei die Zahl der US-Soldaten in Syrien und dem Irak derzeit rückläufig. Vor Kurzem hatten die USA rund 400 Marines aus dem Norden Syriens abgezogen.

Die USA führen in beiden Ländern eine internationale Koalition an, die gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kämpft. In Syrien unterstützt das Bündnis lokale Einheiten, unter anderem mit Luftangriffen.

Schon im Fall des Afghanistan-Einsatzes hatte das Pentagon die Zahl der US-Soldaten Ende August öffentlich korrigiert. Sie war ebenfalls deutlich höher.

aar/dpa



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Mesi0013 07.12.2017
1. Legal oder illegal?
Sind die US-Truppen legal oder illegal in Syrien? Syrien ist immer noch ein souveräner Staat und hat das Recht zu bestimmen wer sich auf seinem Staatsgebiet aufhält, wie im Falle Rußland, die darum gebeten hatten. Das wäre journalistisch mal interessant..
ursbusch 07.12.2017
2. USA in Syrien
Den USA können keine ihrer Aussagen geglaubt werden. Wieso sollen Aussagen geglaubt werden, wo die Regierung sich doch ständig untereinander belügt. Wenn ich daran denke, welche Begründung es für den Irak-Krieg gab, wie soll den USA in anderen Begebenheiten geglaubt werden. Die USA sind gierig und beuten jeden aus, der sich nicht schnell genug in Sicherheit bringt. Hoffentlich schließt sich die Weltgemeinschaft bald zusammen und legt dieser gierigen und verlogenen Regierung endlich das Handwerk. Es wird immer schlimmer, je mehr die merken, dass sich ganz langsam Widerstand regt. Dass Deutschland zum neuesten Coup in Jerusalem nicht Beifall klatscht, sondern Kritik äußert kann ein Anfang sein. Hoffentlich läßt Merkel sich nicht beschwatzen, um Trump wegen Jerusalem doch noch zuzustimmen. Merkel war bis jetzt immer der Schwachpunkt was die Sanktionen betrifft. Sie hat sich auch des öfteren ohne Anlass oder Not und das noch mit falschen Angaben gegen Russland geäußert.
gandhiforever 07.12.2017
3. Fast
Fast haette ich geschrieben, dass , soweit mir bekannt, die USA keine Soldaten illegal haben.in Syrien Denn die Zahl von 2000 ist mir schon seit einigen Wochen (!) bekannt, ich meine, dass ich sie bei Antiwar gesehen hatte. Das Pentagon hat natuerlich kein Interesse, diese Zahl an die grosse Glocke zu haengen, da laesst man lieber verlautbaren, dass das Assad-Regime nicht in der Lage sein, den Buergerkrieg fuer sich zu entscheiden. Dies, ohne mitzuteilen, warum.
andreika123 07.12.2017
4. ah, na so was
Die dürfen alles. Die USA treiben ihr Spiel wie und wo sie wollen ohne jemanden zu fragen. Un Mandat Nein danke brauchen keines. Die welt schaut zu wie die USA ihr Recht durchsetzt mit Gewalt. Kommt einer vor Menschen Gericht, auf kein Fall. Dann ist das ganze nur lächerlich.
johndo89 07.12.2017
5. Sankationen
Da die USA kein Interesse haben aus Syrien ab zu ziehen, nach Beendigung der Kampfhandlungen , würde mich mal interessieren, ob die Bundesregierung darüber nachdenkt Sanktionen gegenüber den USA zu unternehmen?
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