Persischer Golf Iran setzt zwei Boote der US-Marine fest

Zwei Boote der US-Marine sind am Dienstag im Persischen Golf von iranischen Sicherheitskräften aufgehalten worden. Die Soldaten seien in Sicherheit und könnten ihre Fahrt in Kürze fortsetzen, teilte das Pentagon mit.

US-Patrouillenboot (Archivbild 2014): Zwischenfall im Persischen Golf
REUTERS/U.S. Navy

US-Patrouillenboot (Archivbild 2014): Zwischenfall im Persischen Golf


Die Besatzung von zwei kleinen US-Marine-Booten wird laut dem Pentagon in Iran festgehalten. Die Regierung in Teheran habe den USA aber zugesichert, dass die Marinesoldaten samt Booten umgehend und unbeschadet wieder freigelassen würden, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit.

"Sie haben uns darüber informiert, dass unsere Soldaten in Sicherheit und gesund sind", hieß es in einer Stellungnahme. Demnach waren auf den Booten zehn US-Soldaten.

Ein hoher US-Regierungsbeamter sagte, es gebe bisher "keinen Hinweis", dass Iran einen feindlichen Akt begangen habe. Allerdings dürften die US-Soldaten erst bei Tagesanbruch ihre Fahrt fortsetzen können. Der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater Ben Rhodes sagte, die US-Regierung hoffe, "die Frage bald zu lösen".

Laut Pentagon-Sprecher Peter Cook seien die beiden Boote im Persischen Golf auf dem Weg von Kuwait nach Bahrain gewesen, als sie offenbar in iranische Gewässer kamen. Nach US-Angaben habe eines der Boote technische Probleme gehabt und sei auf Grund gelaufen. Dann sei die Besatzung aufgegriffen worden. Der Vorfall soll sich nahe der iranischen Insel Farsi ereignet haben. Auf der Insel befindet sich eine iranische Marinebasis, sie liegt mitten im Persischen Golf auf halber Strecke zwischen Iran und Saudi-Arabien.

Zwischen den USA und Iran war es zuletzt zu Spannungen gekommen, weil iranische Marineschiffe in unmittelbarer Nähe des amerikanischen Flugzeugträgers USS "Harry S. Truman" im Persischen Golf Raketen abgefeuert haben soll. Dabei handelte es sich offenbar um einen Test.

sun/AP/Reuters/dpa/AFP

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insgesamt 58 Beiträge
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unbelehrbarer 12.01.2016
1. Ist doch alles in Ordnung
ein Boot läuft auf Grund und hat technische Probleme. Jemand hilft, und alles ist gut. Die einzige Frage die ich mir stelle: Was zum Teufel suchen die Amis vor einer iranischen Insel?
inrebe 12.01.2016
2. Falsche Überschrift!
Es muss heißen:amerikanische Marine dringt unberechtigt in iranisches Hoheitsgebiet ein.
arrache-coeur 12.01.2016
3.
"Nach US-Angaben habe eines der Boote technische Probleme gehabt und sei auf Grund gelaufen. Dann sei die Besatzung aufgegriffen worden. Der Vorfall soll sich nahe der iranischen Insel Farsi ereignet haben, auf der Insel befindet sich eine iranische Marinebasis." - Wie peinlich für die US-Marine. Spionieren und dabei erwischen lassen. Und weil es sich offensichtlich um einen Fehler der US-Marine handelte, ist auch der Bericht entsprechend zurückhaltend formuliert. Ansonsten wäre es natürlich automatisch eine Provokation seitens Iran gewesen;-)
gorlois7 12.01.2016
4.
Was mich überrascht hätte: wenn auf der Insel ein Hotel für Sommerurlauber oder sie einfach unbewohnt gewesen wäre!
heart&mind 12.01.2016
5. immerhin kann die fahrt fortgesetzt werden... und sonst?
Über den Iran könnte man viel schreiben -dazu aber bitte eine andere Headline! Und... lieber Spon- interessiert dies derzeit wirklich ernsthaft Eure Leser? Bemerkung: Leider haben Sie beim Thema: "Merkel zum Anschlag in Istanbul "Ziel der Terroristen ist unser freies Leben" - mal wieder keine Kommentarfunktion geschaltet. Gibts Gründe... Nachtigall? Darüber könnten doch sicherlich viele Leser Stellung nehmen. Z.B., wieso Merkel vom Anschlag auf "unser freies Leben spricht- wo sie doch ohne das Volk zu fragen das unsere gerade selbstherrlich verschuldet im Abgrund verschwinden lässt?!
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