Patrouillenboote in Irans Gewässern Pentagon bestätigt Fehler der US-Marine

Einen Tag lang hielt die iranische Armee zehn amerikanische Marinesoldaten fest. Sie hatten sich in iranischen Gewässern aufgehalten - aus Versehen, wie das US-Militär jetzt zugab.

Boote der US-Marine in Iran: Fehler nicht gemeldet
AFP/ Irans Revolutionary Guards Website

Boote der US-Marine in Iran: Fehler nicht gemeldet


Verteidigungsminister Ashton Carter hat jetzt öffentlich eingestanden, dass ein Navigationsfehler dazu führte, dass zwei amerikanische Patrouillenboote in das iranische Hoheitsgebiet gerieten. "Sie waren eindeutig nicht auf der Position, auf der sie sein wollten", sagte der Pentagonchef.

Trotz des angespannten Verhältnisses zwischen Iran und den USA hatten es die Marinesoldaten demnach versäumt, ihren Fehler zu melden. Die Umstände sind unklar. "Sie haben ihren Navigationsfehler zu dem Zeitpunkt nicht gemeldet. Vielleicht waren sie dabei, das zu klären, als sie auf die iranischen Boote trafen und bemerkten, dass sie sich in iranischen Hoheitsgewässern aufhielten", so Carter.

Warum die Soldaten ihren Fehler nicht rechtzeitig bemerken oder melden konnten, bleibt weiterhin unklar. Gerüchte über technische Schäden wurden bisher nicht bestätigt.

Das iranische Staatsfernsehen hatte Videoaufnahmen veröffentlicht, auf denen die US-Seeleute auf dem Boden knien. Ein Soldat entschuldigt sich darin öffentlich für seinen Fehler. Iran hatte die Marinebesatzung bereits nach kurzer Zeit freigelassen. Sie erklärten, gut behandelt worden zu sein.

mtr/dpa/Reuters



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 23 Beiträge
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hapebo 15.01.2016
1. Ja wo sind sie denn?
Was für ein Glück das Trump noch nicht Präses von Amerika ist,der hätte wahrscheinlich die ganze Bomberflotte von der Leine gelassen.Also aufpassen Herrschaften und Karten lesen und alles ist gut.
kobmicha 15.01.2016
2. Fehler der US Soldaten..?
Einen solchen "Fehler" haben die Türkischen Militärs mit dem sofortigen Abschuß eines Sowjet Flugzeuges geahndet. Aber die dürfen das..sind ja in der NATO!
Ateles 15.01.2016
3. Russland/Türkei
Zitat von kobmichaEinen solchen "Fehler" haben die Türkischen Militärs mit dem sofortigen Abschuß eines Sowjet Flugzeuges geahndet. Aber die dürfen das..sind ja in der NATO!
Sie vergessen, dass russische (nicht sowjetische!) Kampfjets bereits vor dem Abschuss im Dezember *mehrfach* den türkischen Luftraum verletzte und dabei sogar türkische Abfangjäger mit dem Gefechtsradar in's Visier nahmen. Von versehentlichen Navigationsfehlern kann also keine Rede sein. Folgerichtig warnte die NATO Russland vor weiteren Provokationen, auf die Moskau nicht reagierte. http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-meldet-weitere-luftraum-verletzung-durch-russland-a-1056338.html http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-krieg-russischer-pilot-erfasst-tuerkische-f-16-mit-gefechtsradar-a-1056449.html
Kunerich 15.01.2016
4. Gps
Waren auf beiden Booten die GPS-Empfängern defekt? Kaum zu glauben.....
Ateles 15.01.2016
5. Korrektur
Zitat von AtelesSie vergessen, dass russische (nicht sowjetische!) Kampfjets bereits vor dem Abschuss im Dezember *mehrfach* den türkischen Luftraum verletzte und dabei sogar türkische Abfangjäger mit dem Gefechtsradar in's Visier nahmen. Von versehentlichen Navigationsfehlern kann also keine Rede sein. Folgerichtig warnte die NATO Russland vor weiteren Provokationen, auf die Moskau nicht reagierte. http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-meldet-weitere-luftraum-verletzung-durch-russland-a-1056338.html http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-krieg-russischer-pilot-erfasst-tuerkische-f-16-mit-gefechtsradar-a-1056449.html
Ich korrigiere: Der Abschuss der Su-24 erfolgte am 24. November, nachdem die russische Luftwaffe bereits im Oktober mehrfach den türkischen Luftraum verletzt hatte. Dennoch zeigen Washington und Teheran, dass solche Fälle auch professionell gelöst werden können.
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