Persischer Golf US-Marine rettet zum dritten Mal iranische Matrosen

Innerhalb von nur zwei Wochen hat die US-Marine zum dritten Mal iranische Seeleute gerettet. Es handelte sich um Fischer, deren Boot Leck geschlagen war. Das Verhältnis beider Länder bleibt dennoch angespannt.


Manama - Trotz des Streits um die Meerenge von Hormus hat die US-Marine im Persischen Golf erneut iranischen Seeleuten geholfen. Es war bereits die dritte Hilfsaktion des US-Militärs für Iraner in dem Seegebiet binnen zwei Wochen.

Ein Sprecher der 5. Flotte der US-Marine in Bahrain erklärte in der Nacht zum Donnerstag, die Besatzung des Zerstörers "USS Dewey" habe Seeleuten geholfen, deren Fischerboot am Mittwoch leckgeschlagen sei. Den Angaben zufolge befand sich noch ein Mann an Bord des Bootes, die restliche Besatzung habe sich bereits an Bord von zwei weiteren iranischen Fischerbooten in Sicherheit gebracht gehabt. Die Soldaten verteilten Nahrungsmittel und Wasser an die Fischer.

In der vergangenen Woche hatten US-Marinesoldaten die Besatzung eines iranischen Handelsschiffes aus Seenot gerettet. In der Woche zuvor befreite die US-Kriegsmarine iranische Fischer aus der Gewalt von Piraten.

Die Beziehungen zwischen Teheran und Washington sind wegen des Streits um das iranische Atomprogramm zur Zeit sehr angespannt. Die iranische Regierung hat gedroht, die für den globalen Öl-Markt strategisch wichtige Seestraße von Hormus zu blockieren.

Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi bemüht sich allerdings in diesem Punkt um Entspannung. Iran habe niemals in seiner Geschichte versucht, den Seeverkehr durch die Meerenge von Hormus zu blockieren, sagte er am Donnerstag während eines Besuchs in der Türkei dem Nachrichtensender NTV. Er appellierte an alle Länder der Region, sich nicht in "eine gefährliche Lage" bringen zu lassen.

Die USA hat ihre fünfte Flotte in dem Golfemirat Bahrain stationiert, zudem befinden sich derzeit am Zugang zum Persischen Golf zwei Flugzeugträgergeschwader.

Iran hatte 1987 und 1988 während des Kriegs mit dem Irak im Persischen Golf und in der Straße von Hormus Seeminen ausgebracht, um die irakischen Öltanker zu behindern. Nachdem ein US-Kriegsschiff durch eine dieser Minen schwer beschädigt worden war, griffen die USA auf Seiten des Irak in den Konflikt ein und zerstörten zahlreiche iranische Marineschiffe und mehrere Ölplattformen.

ler/dpa/ler



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 37 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
10500bc_Atlantis 19.01.2012
1. m wie merkwürdig
Zitat von sysopInnerhalb von nur zwei Wochen hat die US-Marine zum dritten Mal iranische Seeleuten gerettet. Es handelte sich um Fischer, deren Boot Leck geschlagen war. Das Verhältnis beider Länder bleibt dennoch angespannt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,810080,00.html
Ich will ja nichts an die Wand malen, aber ich find es schon ein bißchen merkwürdig, daß innerhalb kürzester Zeit, mehrere iranische Boote in Seenot geraten, und dann stets die U.S Marine parat steht........mmmmmh
heineborel 19.01.2012
2. Es würde ...
Zitat von sysopInnerhalb von nur zwei Wochen hat die US-Marine zum dritten Mal iranische Seeleuten gerettet. Es handelte sich um Fischer, deren Boot Leck geschlagen war. Das Verhältnis beider Länder bleibt dennoch angespannt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,810080,00.html
... mich mal interessieren, wie bzw. ob im Iran darüber berichtet wird, und wenn ja mit welchem Unterton. Spreche leider kein Farsi, sonst würde ich mir das selber mal anschauen. Kann mir da jemand helfen?
freiheitsk 19.01.2012
3.
Zitat von 10500bc_AtlantisIch will ja nichts an die Wand malen, aber ich find es schon ein bißchen merkwürdig, daß innerhalb kürzester Zeit, mehrere iranische Boote in Seenot geraten, und dann stets die U.S Marine parat steht........mmmmmh
Aufpassen mit solch kritischen Hinterfragungen! Sonst bezeichnet man Sie noch als Verschwörungstheoretiker oder Diktatorenfreund. o_O
angnaria 19.01.2012
4. das entspricht
Zitat von sysopInnerhalb von nur zwei Wochen hat die US-Marine zum dritten Mal iranische Seeleuten gerettet. Es handelte sich um Fischer, deren Boot Leck geschlagen war. Das Verhältnis beider Länder bleibt dennoch angespannt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,810080,00.html
doch nur den internationalen Gepflogenheiten. Sogar wenn`s iransiche Marineboote wären, sollte und würde das nächste Boot in der Gegend helfen. Egal welcher Nationalität. Außerdem ist sich jeder Seemann bewußt, dass er selbst irgendwann mal Hilfe benötigen könnte.
hdudeck 19.01.2012
5. In dem Artikel
Zitat von sysopInnerhalb von nur zwei Wochen hat die US-Marine zum dritten Mal iranische Seeleuten gerettet. Es handelte sich um Fischer, deren Boot Leck geschlagen war. Das Verhältnis beider Länder bleibt dennoch angespannt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,810080,00.html
Wird leider vergessen zu erwaehnen, das die USA auch einen Airbus mit ueber 200 Menschen an Bord abgeschossen haben
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.