Lima - Seit mehr als zehn Jahren ist der blutige Konflikt in Peru beigelegt - doch noch immer werden Massengräber entdeckt. In den vergangenen Monaten wurden in dem südamerikanischen Land rund ein Dutzend solcher Grabstätten offengelegt, in denen sich die Leichname von mindestens hundert Opfern befinden sollen.
Der Bürgermeister der in der Region Ayacucho gelegenen Stadt Ayahuanco sagte am Mittwoch der Nachrichtenagentur Andina, Zeugen hätten von 8 bis 14 Massengräbern berichtet, die vom Herbst an gefunden worden seien. Die menschlichen Überreste seien bei Arbeiten im Erdreich entdeckt worden. In der Region war die maoistische Rebellengruppe "Sendero Luminoso" ("Leuchtender Pfad") zwischen 1980 und 2000 besonders aktiv gewesen.
Die für die rund 550 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima gelegene Region zuständige Staatsanwaltschaft leitet die Ermittlungen.
Das Gebiet Ayacucho stand im Mittelpunkt des Jahrzehnte andauernden blutigen Konflikts zwischen Regierungstruppen und der maoistischen Guerilla-Gruppe "Leuchtender Pfad". Diese hatte 1979 einen "Volkskrieg" gegen die herrschende Klasse ausgerufen.
In dem folgenden 20-jährigen Gewaltkonflikt starben nach Schätzungen der peruanischen Wahrheits- und Versöhnungskommission rund 70.000 Menschen. 15.000 Menschen verschwanden spurlos. In dem Land werde immer wieder Massengräber gefunden, die aus jener Zeit stammen.
jok/AFP
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