Peru vor Stichwahl Diktatoren-Tochter Fujimori gewinnt erste Runde

Sie könnte die erste Frau an der Spitze von Peru werden: Diktatorentochter Keiko Fujimori hat offenbar die erste Runde der Präsidentenwahl gewonnen. In einer Stichwahl müsste sie gegen den Ex-Banker Kuczynski antreten.

Keiko Fujimori
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Keiko Fujimori


Peru steht vor einer Stichwahl um das Präsidentenamt. Die erste Runde am Sonntag gewann ersten Ergebnissen zufolge die konservative Kandidatin Keiko Fujimori. Nach Auszählung von einem Fünftel der Stimmen liegt die Diktatorentochter aber mit 38 Prozent deutlich unter den 50 Prozent, die für einen Sieg schon im ersten Wahlgang erforderlich sind.

Ihr Herausforderer bei der für den 5. Juni geplanten zweiten Wahlrunde wäre nach derzeitigem Stand der frühere Weltbank-Volkswirt Pedro Pablo Kuczynski. Der konservative Herausforderer lag als Zweitplatzierter demnach bei 21,5 Prozent der Stimmen. Dahinter kam die linke Politikerin Veronika Mendoza auf knapp 19 Prozent.

Die Wähler wollten einen Wandel, sagte Fujimori in einer ersten Reaktion vor ihren jubelnden Anhängern. "Das ist eine große Verantwortung, die wir respektieren werden."

Fujimori ist die Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, der derzeit im Gefängnis sitzt. Der Rechtspopulist war zu 25 Jahren Haft verurteilt worden wegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen während seiner Amtszeit zwischen 1990 und 2000. Keiko Fujimori steht für einen wirtschaftsfreundlichen Kurs. Sie wäre bei einem Sieg die erste Frau an der Spitze des Staates.

Der scheidende Präsident Ollanta Humala darf nicht erneut antreten, da dem Staatsoberhaupt in dem Anden-Staat zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten verboten sind.

als/Reuters/AFP



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