Pakistan: Mindestens 38 Menschen sterben durch Autobombe
Es ist bereits der dritte schwere Anschlag in der Stadt binnen einer Woche: Im pakistanischen Peschawar starben bei einem Bombenanschlag mindestens 38 Menschen.
Islamabad/Peschawar - Bei der Explosion einer Autobombe sind in Peschawar, Pakistan, am Sonntag mindestens 38 Menschen getötet worden. Mehr als 90 Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Sprengsatz explodierte auf dem belebten Kissa-Khwani-Markt der Provinzhauptstadt, wie ein Verwaltungsbeamter sagte. Es ist bereits der dritte schwere Anschlag in der Stadt binnen einer Woche.
"Plötzlich gab es einen lauten Knall, und ich fiel zu Boden", sagte ein Krankenhausmitarbeiter. Ein Ladenbesitzer berichtete von brennenden Autos, von dickem schwarzen Rauch und Splittern, die sich überall verteilten. "Ich sah Tote auf dem Boden liegen, die überall bluteten", sagte der Mann. Der Leiter des Bombenräumkommandos, Shafqat Malik, sagte, die Explosion habe sich nahe einer Polizeiwache ereignet, doch scheine sie nicht das Ziel gewesen zu sein. Vielmehr richtete sie sich wohl gegen den Markt. Alles deute darauf hin, dass es sich um eine ferngezündete Autobombe gehandelt habe.
18 Tote am Freitag, 82 Tote am vergangenen Sonntag
Die Stadt liegt nahe der Stammesgebiete, die als Rückzugsgebiet islamistischer Aufständischer wie der Taliban sowie des Terrornetzwerks al-Qaida gelten. Erst am Freitag waren in der Hauptstadt der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa bei einem Bombenanschlag auf einen Bus mit Mitarbeitern der Regierung 18 Menschen getötet worden.
Am vergangenen Sonntag hatte es zudem bei einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Peschawar 82 Tote gegeben. Zu dem Anschlag bekannte sich eine zu den pakistanischen Taliban gehörende Gruppe. Anschläge auf Christen waren bisher verhältnismäßig selten in Pakistan. Nach dem Anschlag gab es landesweite Proteste von Christen, die besseren Schutz durch die Regierung forderten.
Unterdessen wurden bei einem US-Drohnenangriff drei mutmaßliche Extremisten getötet. Aus Sicherheitskreisen hieß es, der Angriff habe sich gegen ein Gebäude im Gebiet von Dargamandi gerichtet, sieben Kilometer nördlich von Miranshah, der größten Stadt im Stammesgebiet Nordwaziristan. Die pakistanische Regierung hat mehrfach gegen US-Drohnenangriffe protestiert, bei denen auch immer wieder Zivilisten getötet werden.
fln/AFP/AP/dpa
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Fläche: 796.000 km²
Bevölkerung: 184,753 Mio. Einwohner
Hauptstadt: Islamabad
Staatsoberhaupt:
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Regierungschef: Nawaz Sharif
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