Washington - Der US-Botschafter und drei weitere amerikanische Diplomaten kamen bei der Attacke ums Leben: Jetzt will sich der zurückgetretene CIA-Chef David Petraeus zu dem Vorfall vor einem Senatsausschuss äußern. Die demokratische Senatorin Dianne Feinstein, Vorsitzende des Ausschusses für Nachrichtendienste, erkärte am Mittwoch, dass Petraeus seine Bereitschaft zu einer Aussage signalisiert habe. Petraeus war am vergangenen Freitag wegen einer außerehelichen Beziehung zurückgetreten.
Der Geheimdienst CIA war wegen der Attacke auf das US-Konsulat am 11. September in die Kritik geraten, weil er danach nicht rasch deutlich gemacht habe, dass es sich um einen Terroranschlag gehalten haben soll.
Für den Geheimdienstveteranen Morell spricht laut CNN etwa sein Einsatz zur Tötung des Qaida-Chefs Osama Bin Laden. Allerdings war Morell bereits unter dem republikanischen Präsidenten George W. Bush ein hoher CIA-Vertreter. Die CIA-Pannen vor den Qaida-Terroranschlägen vom 11. September 2001 und bei der Bewertung des Waffenprogramms des irakischen Präsidenten Saddam Hussein sowie der Folterskandal im Irak-Krieg könnten sich für Morell nun nachteilig auswirken, hieß es. Gehandelt werden außerdem Michael Vickers, der höchste für Geheimdienstagenten zuständige Beamte im US-Verteidigungsministerium. Ein weiterer Kandidat sei John Brennan, derzeit Obamas Top-Berater für Terrorbekämpfung. Der Präsident hatte ihn eigentlich bereits 2008 zum CIA-Chef machen wollen, meinte CNN.
hen/dpa/dapd
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