Philippinen: 20.000 Menschen fliehen vor Kämpfen zwischen Militär und Rebellen
Heftige Kämpfe zwischen muslimischen Rebellen und Regierungstruppen haben eine Massenflucht auf den Philippinen ausgelöst: Rund 12.000 Menschen haben ihre Häuser verlassen, zudem wurden Tausende in Notunterkünften untergebracht.
Manila - Muslimische Rebellen und das Militär liefern sich im Süden der Philippinen heftige Gefechte - und haben damit Panik bei der Bevölkerung ausgelöst. Knapp 20.000 Menschen sind in den vergangenen Tagen vor den Kämpfen geflohen.
Mehr als 11.500 Menschen hätten ihre Häuser in der abgelegenen Region Zamboanga Sibugay auf der Insel Mindanao verlassen, nachdem die Rebellen tiefer in das Gebiet eingedrungen seien, sagte Adriano Fuego von der örtlichen Katastrophenschutzbehörde. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden zudem 7800 Menschen von der Insel Basilan in Notunterkünften untergebracht.
In den vergangenen acht Tagen waren bei den Kämpfen 37 Soldaten, Polizisten und Zivilisten ums Leben gekommen. Die Bewaffneten gehörten der größten muslimischen Rebellengruppe Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) an, handelten jedoch inzwischen auf eigene Verantwortung, erklärte Fuego. Die Katastrophenschutzbehörde warnte vor einer Eskalation der Lage, da sich noch weitere Gruppen an den Kämpfen beteiligen könnten.
Die Regierung hatte erst im Frühjahr wieder Friedensverhandlungen mit den Rebellen aufgenommen. Die MILF kämpft für einen autonomen Süden der Philippinen.
hen/AFP
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