Philippinen Extremisten entführen zehn indonesische Fischer

Die Männer waren an Bord eines taiwanischen Schiffes, als sie von muslimischen Extremisten entführt wurden. Ein Anti-Terror-Experte der philippinischen Armee macht die Separatistenorganisation Abu Sayyaf verantwortlich.


Muslimische Extremisten haben nach Angaben der philippinischen Armee zehn indonesische Fischer entführt. Die Männer seien an Bord eines taiwanischen Schiffes gewesen, berichtete der stellvertretende Kommandeur der Anti-Terror-Einheit des Militärs. Für die Tat machte er die Terrororganisation Abu Sayyaf verantwortlich.

Das Schiff war auf dem Weg von Indonesien zum Hafen der philippinischen Hauptstadt Manila. Die Extremisten hätten es in der Nähe der Insel Tawi-Tawi im Süden des Landes überfallen. Es wurde leer bei Languyan gefunden. Der Besitzer des Bootes habe zwei Anrufe erhalten, in denen Lösegeld gefordert worden sei, teilten philippinische Behörden mit.

Abu Sayyaf ist eine Separatistenorganisation, die ihren Kampf für Autonomie in dem mehrheitlich katholischen Land mit Überfällen und Lösegelderpressungen finanziert. Die Extremisten halten nach Armeeangaben neben den Indonesiern mindestens fünf Ausländer in ihrer Gewalt: zwei Kanadier, einen Norweger, einen Niederländer und einen Italiener.

Zwar ist Abu Sayyaf durch US-unterstützte Offensiven der Philippinen geschwächt, die Organisation bleibt aber eine Gefahr für die Sicherheit. Die Gruppe hat der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) die Unterstützung zugesagt.

vek/dpa/AP

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