Ankara - Zum kurdischen Neujahrsfest Newroz hat der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan alle kurdischen Kämpfer zum Rückzug aus der Türkei aufgefordert. Die Zeit für eine Waffenruhe sei gekommen. Er forderte eine politische Lösung des Kurdenkonflikts.
Dies geht aus einer Erklärung hervor, die ein kurdischer Politiker in der türkischen Stadt Diyarbakir verlas. Hunderttausende Menschen erwarteten die Ankündigung, Fernsehbilder zeigten ein Meer von Menschen und Fahnen. "Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan", laute das Motto der Feiern zum Neujahrsfest.
Die Verkündung eines einseitigen Waffenstillstands der PKK könnte das Ende des seit drei Jahrzehnten dauernden Kurdenkonflikts bedeuten. Dabei wurden mehr als 40.000 Menschen getötet.
Im Gegenzug für einen endgültigen Gewaltverzicht verlangen Öcalan und die PKK vom türkischen Staat die Garantie politischer und kultureller Rechte für die rund zwölf Millionen Kurden im Land.
Die PKK ist in vielen Ländern, darunter auch in Deutschland, als terroristische Organisation verboten. Türkische Spezialkräfte hatten Öcalan im Winter 1999 in Kenia festgenommen. In der Folge kam es zu zahlreichen Ausschreitungen. In Berlin erschossen israelische Sicherheitskräfte vier PKK-Anhänger, die das Generalkonsulat des Landes gestürmt hatten. Seit Ende vorigen Jahres ist Öcalan mit der türkischen Regierung im Gespräch.
kgp/dpa/Reuters
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