Treffen der Rechtspopulisten Kaczynski empfängt Orbán

Der Chef der polnischen Regierungspartei PiS hat sein Vorbild eingeladen: Jaroslaw Kaczynski und Viktor Orbán redeten sechs Stunden lang miteinander. Worüber, wollten sie nicht verraten.

Kaczynski und Orbán (Archivbild): Treffen auf einem Schloss in Niedzica
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Kaczynski und Orbán (Archivbild): Treffen auf einem Schloss in Niedzica


Der eine ist der starke Mann in Ungarn, der andere der unumstrittene Chef der nationalkonservativen polnischen Regierungspartei PiS: Viktor Orbán und Jaroslaw Kaczynski sind im südpolnischen Niedzica zu einem informellen Treffen zusammengekommen. Die Gespräche mehr als sechs Stunden. Offizielle Informationen zu der Begegnung gab es nicht.

Kaczynski, dessen Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) seit November in Polen alleine regiert, hat in der Vergangenheit mehrfach klargemacht, dass er in Warschau die Schaffung eines "Budapest an der Weichsel" anstrebt. Mit neuen Gesetzen zur Änderung des Medienrechts und des Verfassungsgerichts hat die Regierung in den ersten Wochen nach Amtsantritt einen ähnlichen Kurs wie die rechtspopulistische Regierung Orbáns in Ungarn eingeschlagen.

EU-Politiker äußerten bereits Sorgen über die Rechtsstaatlichkeit der Maßnahmen. Kaczynski hat im Kabinett von Ministerpräsidentin Beata Szydlo kein Amt, gilt aber als der starke Mann der PiS, ohne den die Regierung keine Entscheidung fällt.

syd/dpa

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