Kiew - Da sag noch einer, diese Politiker seien nicht schlagfertig. Mit den Fäusten haben ukrainische Abgeordnete am Donnerstag eine Diskussion über die Stärkung von Minderheitensprachen fortgesetzt. Mitglieder der Oppositionspartei der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julija Timoschenko griffen einen Redner an, der sie ihrer Meinung nach beleidigt hatte.
Bei der folgenden Massenprügelei wurde ein Parlamentarier verletzt, Mykola Petru von der Opposition verließ das Gebäude blutüberströmt. Er musste im Krankenhaus behandelt werden, wie Medien am Donnerstagabend aus der Ex-Sowjetrepublik berichteten. Parlamentspräsident Wladimir Litwin brach die Debatte nach dem Tumult ab. Vertreter der Opposition verlangen eine Untersuchung des Vorfalls.
Gegner des neuen Gesetzes befürchten die schleichende Abschaffung des Ukrainischen als Amtssprache. Vor dem Parlamentsgebäude protestierten etwa tausend Menschen gegen die Pläne. Schon in der Vergangenheit hatten sich Parlamentarier der Werchowna Rada bei Unstimmigkeiten im Sitzungssaal Schlägereien geliefert.
jok/dpa
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