Präsident in Afghanistan: Gauck fordert mehr Anerkennung für Bundeswehr

Er sieht "zählbare Erfolge" in Afghanistan und verlangt mehr Wertschätzung für den dortigen Bundeswehr-Einsatz: Am letzten Tag seines Besuchs am Hindukusch hat sich Bundespräsident Joachim Gauck demonstrativ zur deutschen Armee bekannt. Kritik dafür kommt von der Linkspartei.

Gauck mit Partnerin Schadt und Bundeswehr-Offizieren: Gedenken für gefallene Soldaten Zur Großansicht
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Gauck mit Partnerin Schadt und Bundeswehr-Offizieren: Gedenken für gefallene Soldaten

Berlin/Kabul - Bundespräsident Joachim Gauck hat zum Abschluss seines Besuchs in Afghanistan die Erfolge der Bundeswehr hervorgehoben. Soldaten leisteten Dienst am Gemeinwesen. "Diese Leistung müssen wir würdigen", sagte Gauck am Mittwoch im deutschen Hauptquartier bei Masar-i-Scharif. Bei seinem dreitägigen Besuch in Afghanistan habe er den "ganzen Ernst der Hausforderung eines militärischen Einsatzes gespürt".

In Afghanistan habe das deutsche und internationale Engagement auch sichtbare zivile Erfolge gebracht, sagte Gauck. So gingen achtmal so viele Kinder zur Schule wie noch 2001 vor Beginn des Einsatzes. Die Kindersterblichkeit sei gesunken, die Infrastruktur erheblich verbessert worden. "Das sind zählbare Erfolge, die durch Sicherheit begünstigt sind", erklärte der Bundespräsident. Dafür sei auch der Kontakt der Soldaten und zivilen Helfer zur Bevölkerung wichtig: "Kommunikation schafft auch Sicherheit."

Auch nach dem Abzug der internationalen Truppen werde dieses Aufbauwerk nicht preisgegeben. "Wir werden Afghanistan nicht verlassen. Wir werden weiter solidarisch bleiben", betonte Gauck mit Blick auf den Truppenabzug ab 2014. Die Afghanen müssten nun zeigen, wie viel Selbstverantwortung möglich sei. Schon jetzt leisteten sie 80 Prozent der Sicherheitsaufgaben. "Es gibt also durchaus begründete Hoffnung", sagte der Bundespräsident.

Am Montag waren Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt überraschend nach Afghanistan gekommen. Während seines Besuchs hatte Gauck mehrfach betont, man sei zwar noch nicht am Ziel angelangt, könne aber durchaus von Erfolgen sprechen. Am Mittwochabend wurden beide in Deutschland zurückerwartet.

Gauck gedenkt der getöteten Bundeswehr-Soldaten

Auch am letzten Tag seines Aufenthalts standen für das Staatsoberhaupt im größten deutschen Feldlager in Masar-i-Scharif Gespräche mit Bundeswehrsoldaten im Vordergrund. Im Camp Marmal traf der Bundespräsident vor seiner Abreise zudem deutsche Entwicklungshelfer und kam mit US-Soldaten zusammen. Am Morgen hatte Gauck gemeinsam mit Generalinspekteur Volker Wieker der 52 in Afghanistan ums Leben gekommenen Bundeswehrsoldaten gedacht. Im Ehrenhain von Masar-i-Scharif entzündete das Staatsoberhaupt am Gedenkstein ein Grablicht und hielt betend inne.

Schlechtes Wetter wirbelte das Reiseprogramm des Bundespräsidenten auch am letzten Tag durcheinander. Wegen Nebel konnte er nicht wie geplant per Hubschrauber zum befestigten Außenposten OP North fliegen, um dort die Unterkünfte der Bundeswehr und eine Rettungsstation zu besichtigen. Gauck bedauerte die Absage sehr. "Ich wollte eigentlich bei den Soldaten sein, die draußen auf dem Gefechtsfeld agieren müssen."

Harsche Kritik kam von der Linkspartei. "Statt in Afghanistan für eine sofortige Beendigung der militärischen Auseinandersetzungen zu werben, propagiert Bundespräsident Gauck eine Fortsetzung des Krieges", sagte Linke-Außenexperte Wolfgang Gehrcke und fügte hinzu: "Zu Guttenberg als Verteidigungsminister verband seinen Weihnachtsbesuch mit einer Fernsehshow, Gauck hält in Afghanistan Predigten."

flo/dpa/dapd

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insgesamt 42 Beiträge
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1. Das die Pfaffen Mord und Totschlag bejubeln
Xircusmaximus 19.12.2012
Zitat von sysopREUTERS / Bundesregierung / Steffen KuglerEr sieht "zählbare Erfolge" in Afghanistan und verlangt mehr Wertschätzung für den dortigen Bundeswehr-Einsatz: Am letzten Tag seines Besuchs am Hindukusch hat sich Bundespräsident Joachim Gauck demonstrativ zur deutschen Armee bekannt. Kritik dafür kommt von der Linkspartei. http://www.spiegel.de/politik/ausland/praesident-gauck-fordert-mehr-anerkennung-fuer-bundeswehr-in-afghanistan-a-873837.html
. Ist so alt wie die christliche Religion selbst. . Ein Pastor, der in der Heimat klebte, sagte seinerzeit ungefähr: "Wenn unser Herr Jesus heute lebte, bediente er ein Maschinengewehr!" Kann keiner des Pastors Adresse besorgen? Weiß sie denn niemand? Wo wohnt der Mann? Wenn ich wüsste - ich führe noch morgen zu ihm und böte ihm Ohrfeigen an. . Wir müssten Kette vor seinem Haus stehn! Hier unsre Hände, dort sein Gesicht. Sie können meinen Vorschlag nicht ausstehn? Er ist nicht fein? Nein, fein ist er nicht. . Sie glauben, der Ausspruch sei nie gefallen, sondern erfunden oder entstellt? Das Schlimmste an diesen Zitaten allen ist, dass man sie für möglich hält. . Erich Kästner
2. Schreck lass nach!
criticus nixalsverdruss 19.12.2012
Zitat von sysopREUTERS / Bundesregierung / Steffen KuglerEr sieht "zählbare Erfolge" in Afghanistan und verlangt mehr Wertschätzung für den dortigen Bundeswehr-Einsatz: Am letzten Tag seines Besuchs am Hindukusch hat sich Bundespräsident Joachim Gauck demonstrativ zur deutschen Armee bekannt. Kritik dafür kommt von der Linkspartei. http://www.spiegel.de/politik/ausland/praesident-gauck-fordert-mehr-anerkennung-fuer-bundeswehr-in-afghanistan-a-873837.html
Bei dem Artikelfoto - vor allem dem kleinen - dachte ich erst, Herr Gauck wäre erhängt worden.
3. Deutsches Geld und deutsche Waffen...
Xircusmaximus 19.12.2012
schaffen Frieden in der Welt.
4. Anerkennung
GerhardFeder 19.12.2012
Zitat von sysopREUTERS / Bundesregierung / Steffen KuglerEr sieht "zählbare Erfolge" in Afghanistan und verlangt mehr Wertschätzung für den dortigen Bundeswehr-Einsatz: Am letzten Tag seines Besuchs am Hindukusch hat sich Bundespräsident Joachim Gauck demonstrativ zur deutschen Armee bekannt. Kritik dafür kommt von der Linkspartei. http://www.spiegel.de/politik/ausland/praesident-gauck-fordert-mehr-anerkennung-fuer-bundeswehr-in-afghanistan-a-873837.html
Anerkennung von denen, die von diesem Krieg profitieren. Doch wohl kaum von der zahlenden Bevölkerung, die diesen "Friedenseinsatz" nie wollte. Sollen wir nun auch mehr Anerkennung für die Armee des Kaisers und für sonstige Angriffskräfte bereithalten? Da habe ich von einem ehemaligen DDR-Bürger wohl falsches erwartet.
5. not my president
sysiphus-neu 19.12.2012
Wieder einmal segnet ein Pfaffe die Waffen. Was für eine Schande. Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan war, ist und bleibt sinnlos. Die toten Soldaten sind umsonst gestorben.
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