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Präsidentenwahl in Guatemala: TV-Komiker Jimmy Morales erklärt sich zum Sieger

Politiker Morales nach der Stimmabgabe: Rund 70 Prozent für den Polit-Neuling Zur Großansicht
REUTERS

Politiker Morales nach der Stimmabgabe: Rund 70 Prozent für den Polit-Neuling

Guatemala hat einen neuen Präsidenten gewählt: Hochrechnungen zufolge bekam Jimmy Morales rund 70 Prozent der Stimmen. Der Kandidat der nationalistischen Partei erklärte sich zum Sieger: Er habe das Mandat zum Kampf gegen die Korruption erhalten.

Bei der Präsidentenwahl in Guatemala zeichnet sich ein deutlicher Sieg des TV-Komikers Jimmy Morales ab. Nach der Auszählung von über der Hälfte der Stimmen kam der Kandidat der nationalistischen Partei FCN auf 74,05 Prozent. Die ehemalige First Lady Sandra Torres von der sozialdemokratischen Partei UNE erhielt in der Stichwahl demnach 25,95 Prozent der Stimmen.

Morales erklärte sich zum Sieger der Wahl: Mit ihren Stimmen hätten ihm die Wähler das Mandat zum Kampf gegen die Korruption erteilt, sagte er.

Morales ist durch Auftritte im Fernsehen und in Filmen bekannt, in der Politik gilt er als Neuling. Bei den Wahlen profitierte er von dem Verdruss vieler Guatemalteken über die korrupten Politeliten in Mittelamerikas größter Volkswirtschaft.

Ex-Präsident Otto Pérez und seine frühere Stellvertreterin Roxana Baldetti sitzen wegen Schmiergeldvorwürfen in Untersuchungshaft. Sie sollen sich über einen Korruptionsring im Zollwesen bereichert haben.

aar/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Publicity...die grosse Verführerin
philosophus 26.10.2015
Das Wählerverhalten funktioniert genauso wie das Verhalten eines Konsumenten vor dem Kauf eines Produkts: Im Zweifel kauft man das bekannteste Produkt (was nicht unbebingt das beste ist). Morales war eben das bekannteste Produkt und wurde mit grosser Mehrheit gewählt... Die Macht der Publicity...
2. 1. Poster.....
mgb1981 26.10.2015
.....hat offensichtlich KEINE Ahnung von der politischen Landschaft in Guatemala. Jimmy Morales war bei Weitem nicht der bekannteste Kandidat, sowohl seine Gegenkandidatin als auch der im 1. Wahlgang ausgebootete Manuel Baldizon waren nicht nur viel bekannter als er, sondern haben jeweils auch ein zigfaches an Geld in den Wahlkampf investiert gehabt. Wie man sieht, ohne Erfolg - zum Glueck, und das Land hat nach jahrzehntelanger, breit angelegter Korruption die ueberall zu finden war, eine historische Chance auf einen echten Neuanfang. Nachdem vor Kurzem der Praesident und die Vizepraesidentin durch friedliche Demos zum Ruecktritt gezwungen wurden (auch wegen Korruption), bleibt zu hoffen dass der neue Praesident wirklich mit der Korruption aufraeumt und dieses wunderschoene Land auch wirtschaftlich voranbringt. Verbesserungen im Sicherheitsbereich und ordentliche Werbung fuer Tourismus, die nicht wie in der Vergangenheit von kompetenzloser Vetternwirtschaft gepraegt sein sollte, koennten massgeblich dazu beitragen dem Land zu helfen. Guatemala hat 3mal mehr zu bieten als zB Costa Rica, jedoch wurde bisher zu wenig getan, um Touristen in´s Land zu bringen. Als Kenner des Landes kann ich jedem nur min. 2-3 Wochen im Land des ewigen Fruehlings empfehlen.
3. Artikel ist kurz und knapp ... zutreffend
raschn1958 26.10.2015
das letzte Wort im Artikel "Volkswirtschaft" wird auch den gut gemeinten Ansatz eines Komikers in ein Trauerspiel der korrupten Wirtschaftsbosse verwandeln. Vorlagen dafür sind doch die USA und ganz Europa. Ein Beispiel wie das aussieht. Der Krieg in Syrien. Merkel und Co reden über Ursachenbekämpfung verkaufen aber jedes Jahr mehr Waffen- kassieren somit mehr Geld ein. Wer schließt denn die Waffenindustrie? Die Manager bestimmt nicht. Da Frau Merkel aber die Lobby in Berlin zu Hausfreunden gemacht hat (Pässe mit ständigem Zugang) hat das Volk keine Möglichkeit friedlich mit anderen Völkern als Nachbarn zu existieren. der 3 Weltkrieg wird wohl dann nur noch eine Frage derZeit sein. "Danke" Merkel, Obama,Putin (3 Lebewesen die fast 8 Milliarden Menschen tyrannisieren)
4. na und...
Schwabbelbacke 26.10.2015
....hier in Deutschland wäre es eine Ausnahme, wenn keine Komiker Regieren würden!
5. Herr Praesident, der Komiker
rolandjulius 26.10.2015
Der Spiegel kennt die Methoden, wie man eine Gestalt a priori disqualifizieren kann. Was unterscheidet einen Schauspieler von einem Ingenieur? Wer nur von Vorurteilen lebt wird niemals froh. In Guatemala sagt ein Sprichwort: "No hay un peor ciego quien no quiere ver" Ein guter Journalist sollte immer objektiv sein, oder wird er dann rausgeschmissen?
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Bevölkerung: 15,073 Mio.

Fläche: 108.889 km²

Hauptstadt: Guatemala-Stadt

Staats- und Regierungschef: Jimmy Morales

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