Pressekompass Drei Jahre Fukushima und Atomausstieg - das ist die Bilanz

Drei Jahre nach dem Atomunfall von Fukushima baut Japans Regierung neue Atommeiler. Ist das Land mit den Folgen der Katastrophe überfordert? War der deutsche Atomaustieg richtig? Stimmen aus Medien im Überblick von pressekompass.net


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novasun 13.03.2014
1. Vor kurzem
Zitat von sysopDPA/ TEPCODrei Jahre nach dem Atomunfall von Fukushima baut Japans Regierung neue Atommeiler. Ist das Land mit den Folgen der Katastrophe überfordert? War der deutsche Atomaustieg richtig? Stimmen aus Medien im Überblick von pressekompass.net http://www.spiegel.de/politik/ausland/pressekompass-zu-drei-jahren-fukushima-und-energiewende-a-958366.html
lief auf Arte die RFeportage über die Abläufe der Ereignisse während und nach dem Tsunami/Gau. Es ist erschreckend, Atomenergie ist so sicher, das man nicht mal in der Lage ist eine verlässliche Wasserstandanzeige im Reaktor hinzu bekommen! Es gibt diese schon, nur liefert die falsche Werte, wenn der Wasserstand um die Brennstäbe sehr niedrig ist. Dann fängt das Teil wieder an höheren Stand anzuzeigen. Das ist anscheinend wirklich Stand der Technik! Aber alle die damit arbeiten wissen das eigentlich auch. Nur die Japaner haben das so nie richtig verstanden. Eventuell haben die US-Boys bei der Übersetzung geschludert... Aber was will man denen vorwerfen. Wenn derjenige der einem gegenüber sitzt / den man schult ständig anlächelt - weil es in seiner Kultur so gefordert wird gegenüber einem Gast. Da kann man sich als "Lehrer" nicht sicher sein ob der "Schüler" wirklich kapiert hat was man Ihm versucht beizubringen... Auch gut - das einzige System, das ohne Strom eine weitere Kühlung gewährleisten kann wird automatisch vom Kühlkreislauf abgeriegelt wenn der Strom ausfällt... Auch Stand der Technik! Auch hier wussten die Japaner nicht - selbst wenn kein Wasser zum Kühlen in diesem System ist - es kühlt weiter und hätte der thermischen Belastung stand gehalten! Die Japaner haben aber aus Angst es könnte versagen die Ventile wieder zugedreht... Man kann jetzt sagen der Mensch ist also der größte Fehler im System - ich denke mir - diejenigen Ingenieure die solche Systeme verbrochen haben sind hier "der Fehler" gewesen...
makuzei 13.03.2014
2. Orgie der Einseitigkeit
Z Zt in Planung und Bau weltweit über 200 AKW- allein China,Russland,Indien mehr als 100- rechnet man pro AKW nur 10 Mrd € - England baut ja eins mit China-Hilfe für 19 Mrd Euro- ud eins mit Japan-Hilfe ... so verzichtet Deutschland auf einen Markt von ca 5 Billionen- oder 5000 Mrd € . Das ist nobel-das nennt man Herzensgüte. Erreicht wird dadurch folgendes: An deutschen Grenzen entstehen weniger sichere AKW zB in Polen ,Tchechien usw und AKW aus China in England,Rumänien..und das werden noch mehr werden,da die Chinesen vieles billiger machen. Ferner wird Deutschland auf Dauer aus der IAEO fliegen-wenn es überhaupt keine AKW mehr hat- hat dann auch keinen Einfluss mehr auf Sicherheitsstandards usw Dies alles soll der Sicherheit dienen -und die Weiterverbeitung der Atombomben eindämmen - das ist jetzt kein Witz-das sind die Argumenten der Grünen.- Angesichts dieses totalen Zusammenbruchs der menschlichen Intelligenz erfordert es erhebliche Anstrengung,nicht in Ironie zu verfallen.
Palmstroem 13.03.2014
3. Die Katatstrophe war der Tsunami
Zitat von sysopDPA/ TEPCODrei Jahre nach dem Atomunfall von Fukushima baut Japans Regierung neue Atommeiler. Ist das Land mit den Folgen der Katastrophe überfordert? War der deutsche Atomaustieg richtig? Stimmen aus Medien im Überblick von pressekompass.net http://www.spiegel.de/politik/ausland/pressekompass-zu-drei-jahren-fukushima-und-energiewende-a-958366.html
Immer noch ist in Deutschland zum Jahrestag des Erdbebens und Tsunamis mit 20.000 Toten und hundertausenden, die dadurch ihre Heimat verloren haben, nur der Atomunfall ein wichtiges Thema, obwohl es dabei immer noch keinen einzigen Toten gibt! Während der Stand der Aufbauarbeiten an den hunderten Kilometern Küste, die vom Tsunami zerstört wurden mit keinem Wort erwähnt werden, wird immer nur von der 20 km-Zone um das Kraftwerk berichtet. Traurig - die Deutschen haben das wahre Unglück nie wahrgenommen.
syracusa 13.03.2014
4. 11 Cent je kWh
Zitat von sysopDPA/ TEPCODrei Jahre nach dem Atomunfall von Fukushima baut Japans Regierung neue Atommeiler. Ist das Land mit den Folgen der Katastrophe überfordert? War der deutsche Atomaustieg richtig? Stimmen aus Medien im Überblick von pressekompass.net http://www.spiegel.de/politik/ausland/pressekompass-zu-drei-jahren-fukushima-und-energiewende-a-958366.html
Der Atomstrom aus dem geplanten AKW-Neubau in Hinkley Point in Großbritannien wird *35 Jahre lang mit 11 ct/kWh plus Inflationsausgleich* vergütet. Das ist deutlich teurer als PV-Strom aus Großanlagen heute kostet, und ist sogar teurer als durch Speicherung grundlastfähig gemachter Windstrom. Die beiden anderen europäischen Neubauten in Flamanville und Olkiluoto sind ebenfalls so teuer, dass die Gestehungskosten daraus genau so hoch sein werden wie aus Hinkley Point. Es gibt heute kein einziges Argument mehr für Atomstrom, noch nicht mal ein ökonomisches.
marie.folliet 13.03.2014
5. Was ist der Sinn eines Pressespiegels, bei dem man fast nur deutsche Medien zitiert?
Das die Diskussion über die Kernenergie in Deutschland ideologisch aufgeladen ist und schon bei unseren Europäischen Nachbarn auf großes Unverständnis stößt (mit Ausnahme Österreichs), ist kein Geheimnis. Wenig überraschend ist also das Ergebnis eines Pressespiegels, der nur die hierzulande ohnehin stets wiederholte Botschaft ein weiteres mal wiederholt (und dann noch die New York Times hinzufügt, damit es etwas internationaler wirkd). Was schreibt Le Monde? Was schreibt die London Times? Was schreibt La Republica? Hochinteressant wäre ein Pressespiegel auch aus den osteuropäischen EU-Ländern. Ganz zu schweigen von China, Russland, Indien und natürlich - und eigentlich am wichtigsten - Japan selbst. Im Spiegel zu lesen, dass die TAZ findet, dass Atomkraft verboten gehört, ist eigentlich verschenkte Zeit.
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